Online goes Print

Nach Google jetzt auch Yahoo, klar: Yahoo kooperiert mit 176 Zeitungen in den USA. Im Kern geht es um Anzeigen gegen Content. Yahoo platziert Werbung auf den Websites der Zeitungen, die Zeitungen leiten ihre Jobanzeigen an den Jobmarkt des Internetkonzerns weiter. Langfristig sollen alle Zeitungsinhalte mit Hilfe von Yahoo durchsuchbar sein. Google hatte Anfang November angekündigt, auch in Zeitungen Anzeigen zu vermarkten.

Nun könnte man meinen, die Internetunternehmen graben sich ins Anzeigen-Printgeschäft ein, nachdem sie den Zeitungen bisher vor allem Aufmerksamkeit ihrer Leser entzogen haben. Für Jeff Jarvis mit seiner großen Internet-Glaskugel springen jedoch beide zu kurz:

„Classified hasn’t just moved online; it’s dead as a category. Craig didn’t kill it. He was merely the first and smartest to see that the internet connects buyers and sellers directly. It massacres middlemen. And both newspapers and Yahoo still want to be middlemen. So the real challenge is to figure out how to enable transactions in new ways.“

Es geht nicht mehr darum, die Leser, Nutzer, Kunden in eine perfekte und damit allein glücklich machende Welt zu locken. Das neue Spiel im Netz gewinnt derjenige, der Sender und Empfänger direkt zusammen bringt, nicht der, der die Inhalte hat, sondern der, der den Weg weist. Zu spüren bekommen hat das bereits AOL und sein geschlossenes System geöffnet. Ob Yahoo allein die größere Eingangstür hilft, um zu überleben?

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Über Björn Sievers

Director @ Edelman | PR for telco and internet companies | lecturer from time to time | (lazy) part-time blogger | cyclist (not lazy at all)
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