Warum Zeitungen nicht wichtig sind
14. März 2009 von Björn Sievers
Erst in der vergangenen Woche saß ich wieder mal vor einer Gruppe junger Menschen, die den dringenden Wunsch formulierten, Journalisten werden zu wollen. Die meisten von ihnen explizit Zeitungsjournalisten. Ich habe versucht ihnen zu erklären, warum das eigentlich nicht mehr geht. Also natürlich kann man noch Journalist werden, aber Zeitungsjournalist? Das erscheint mir eine zu enge Perspektive für junge Kollegen, die heute mitten im Studium sind.
Weit besser als ich erklärt der US-Medienforschers Clay Shirky, warum wir die längste Zeit Zeitungen gelesen haben (bei der Lektüre ist hilfreich zu wissen, dass die Situation der Presse in den USA noch dramatischer ist als bei uns). Der Beitrag ist in voller Länge lesenswert, auch die die Essenz in zwei Sätzen steht:
Society doesn’t need newspapers. What we need is journalism.
Nicht nur für Zeitungsjournalisten: Newspapers and Thinking the Unthinkable
Update: Ebenfalls zum Thema und lesenswert die Studie von Stephan Weichert und Leif Kramp: “Das Verschwinden der Zeitung?” (PDF, 1,3 MB).
Eine der Thesen:
“Das Internet ist nicht einfach ein neues, höher entwickeltes Medium; vielmehr saugt es alle bestehenden Massenmedien in sich auf, deutet sie um und definiert deren Ausdrucksformen und publizistische Wirkung neu.”
1 Reaktion zu “Warum Zeitungen nicht wichtig sind”

[...] Verschwinden der Zeitung?“ (PDF, 1,3 MB) versehen. Und das lässt stutzen. Stellt sich doch (bei mir auf den zweiten Blick) die Frage, ob eine Studie mit einem Fragezeichen im Titel ihre Kernthese überhaupt belegen oder [...]