Warum Zeitungen nicht wichtig sind

Erst in der vergangenen Woche saß ich wieder mal vor einer Gruppe junger Menschen, die den dringenden Wunsch formulierten, Journalisten werden zu wollen. Die meisten von ihnen explizit Zeitungsjournalisten. Ich habe versucht ihnen zu erklären, warum das eigentlich nicht mehr geht. Also natürlich kann man noch Journalist werden, aber Zeitungsjournalist? Das erscheint mir eine zu enge Perspektive für junge Kollegen, die heute mitten im Studium sind.

Weit besser als ich erklärt der US-Medienforschers Clay Shirky, warum wir die längste Zeit Zeitungen gelesen haben (bei der Lektüre ist hilfreich zu wissen, dass die Situation der Presse in den USA noch dramatischer ist als bei uns). Der Beitrag ist in voller Länge lesenswert, auch die die Essenz in zwei Sätzen steht:

Society doesn’t need newspapers. What we need is journalism.

Nicht nur für Zeitungsjournalisten: Newspapers and Thinking the Unthinkable

Update: Ebenfalls zum Thema und lesenswert die Studie von Stephan Weichert und Leif Kramp: „Das Verschwinden der Zeitung?“ (PDF, 1,3 MB).

Eine der Thesen:

„Das Internet ist nicht einfach ein neues, höher entwickeltes Medium; vielmehr saugt es alle bestehenden Massenmedien in sich auf, deutet sie um und definiert deren Ausdrucksformen und publizistische Wirkung neu.“

Über Björn Sievers

Director @ Edelman | PR for telco and internet companies | lecturer from time to time | (lazy) part-time blogger | cyclist (not lazy at all)
Dieser Beitrag wurde unter Das Netz, Die Medien veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Warum Zeitungen nicht wichtig sind

  1. Pingback: Das Verschwinden von Zeitungen und ein Fragezeichen - Björn Sievers

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.