Das Ende des Web 2.0

Ein Zitat, das ich heute getwittert habe, etwas ausführlicher:

„Web 2.0 is dead and Twitter is the symptom. It is the end of web 2.0, it represents a final nail in the coffin of business models built out of amateur content. We are entering a time with a new kind of professionalism and expertise. The new age of the individual which truly empowers smart talented people.“

Diese Zeilen stammen von Andrew Keen, ein Internetversteher, den ich eben schon zitierte, und stehen hier.

Ich werde über Keens Argumentation ein wenig nachdenken (müssen). Und ich frage mich, was seine Kritiker dazu sagen. Denn davon gibt es ja einige. Immerhin ist das mal ein konstruktiver Ansatz, er haut nicht nur drauf. Vielmehr sieht er Twitter als den Beginn einer neuen Ära.

Vermutlich ist das aber alles Quatsch. Die Werkzeuge mögen sich ändern, doch das Gespräch in seiner Gesamtheit bleibt gleich. Wer die Tür zur Kneipe Internet aufstößt, hört nur Lärm. Wer zwischen den Tischen durchgeht, schnappt vor allem Belangloses auf. Nur wer sich setzt, hat die Chance, Teil der Konversation zu werden. Vorausgesetzt, er hat den richtigen Tisch gewählt.

Über Björn Sievers

Director @ Edelman | PR for telco and internet companies | lecturer from time to time | (lazy) part-time blogger | cyclist (not lazy at all)
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2 Antworten auf Das Ende des Web 2.0

  1. Pingback: Keen macht auf Twitter-Jünger | Björn Sievers

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