Kosumentenethik und das Internet

Seit ich die Diplomarbeit eines sehr gutes Freundes gelesen habe, bin ich ein stiller Anhänger der Konsumentenethik. Sollen die Verbraucher doch entscheiden, was gut für sie ist. Alles, was sie brauchen, sind möglichst gut Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Dann funktioniert die Abstimmung mit den Füßen von allein. In der Theorie.

Mit dem Internet kann das auch in der Praxis gelingen. Denn schließlich waren nie mehr Informationen frei verfügbar und vor allem kinderleicht zu recherchieren. Dass deshalb noch nicht alles gut ist, versteht sich von selbst. Doch die Tür steht offen. Wir müssen nur hindurch gehen.

Umso trauriger ist, was Robin-Meyer-Lucht formuliert:

Das Schlimme an dieser Internet-Debatte ist der insgesamt strukturkonservative Impuls weiter Teile der Wissensindustrie in diesem Land. Die Sache folgt einem normativ-autoritären Impuls, der leider verkennt, dass am Ende der Nutzer entscheidet, in welcher Medienwelt er leben möchte.

Traurig vor allem, weil es wahr ist.

Auch die übrigen neun Thesen zum Modernisierungsversagen der Medieneliten sind lesenswert, wenngleich Meyer-Lucht wohl ein bisschen gepumpt hat, um die magische Zehn zu erreichen.

2 Gedanken zu „Kosumentenethik und das Internet

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