Zwei Sätze zum Zustand der Medienbranche

Auch über diese zwei Sätze bin ich in den vergangenen Tagen gestolpert.

Clay Shirky sagte kress.de (schon vor zwei Wochen):

„Das Nachrichtengeschäft und seine Macher sind seltsam. Wenn sich die Welt quer zu ihrem Weltbild ändert, dann ignorieren sie eher die Welt, als ihr Weltbild anzupassen.“

Und Robin Meyer-Lucht schrieb in Charta (über eines der unzählbaren Podien zu unseren lieben Medien in der Krise:

„Die Tabuisierung der Hinfälligkeiten im System Journalismus ist derzeit wohl eine Hauptwurzel allen unspirierten Sprechens über das Thema.“

Treffender kann man das Dilemma der Branche kaum zusammenfassen. Wobei, die Medien plagen eher Dilemmas oder Dilemmata (bei dieser Gelegenheit fällt mir auf, dass bei Varianten des Plural echt seltsam klingen). Ist aber ja auch alles nicht einfach: Da ist Print (und TV), und da ging was, jahrelang. Und da ist Online, und da ging nix, jahrelang. Jetzt geht das eine noch (einigermaßen) und das andere endlich (mehr schlecht als recht). Die Zukunft ist gemacht aus Vermutungen.

Über Björn Sievers

Director @ Edelman | PR for telco and internet companies | lecturer from time to time | (lazy) part-time blogger | cyclist (not lazy at all)
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