Die posterous-Sau im Dorf

Vor einiger Zeit bin ich über posterous gestolpert. Und ich muss sagen, wow, das Ding ist wirklich einfach. Nicht mal ein Konto muss ich mir zulegen, um Dinge ins Internet zu schreiben (was wohl die sagen, denen das Netz auch vorher schon zu anonym war?). Selbst wenn ich mit meinem Namen zu meinen Bekanntmachungen stehen will, brauche ich keinen weiteren Zugang – und kein weiteres Passwort. Ich logge mich einfach mit meinem Facebook-Konto ein (ein gewisses Grundvertrauen vorausgesetzt). Also: Hier bin ich.

So, und dann? Posterous bedient alles für mich. Mit wenigen Klicks habe ich posterous mitgeteilt, wo ich sonst im Netz zu finden bin: Twitter, Flickr, Delicious … das ließe sich jetzt fortsetzen. Aber wozu brauche ich das?

Früher hatte ich eine (ziemlich statische) Homepage, die ich irgendwann gegen ein Blog eingetauscht habe. So vor fünf Jahren kam Flickr, vor gefühlt vier Jahren Delicious, vor gut zwei Jahren Twitter – Facebook zwischendurch. Irgendwann habe ich viele Dinge, die da dezentral im Netz herumschwirrten, auf Facebook und Friendfeed zusammengefasst. Wer dort mit mir verbunden ist, weiß nicht nur was ich so lese und mir merke, sondern erfährt auch, welche Musik ich bei Last.fm mag. Ach ja, all das lässt sich auch aus der Randspalte (der Startseite) dieses Blogs ablesen.

Nun wollen all diese Plattformen bedient werden. Und das ist nicht einfach. Für Twitter habe ich Clients unter Windows und Mac OS sowie auf dem BlackBerry (an Linux schraube ich gerade). Das Blog füttere ich über den Browser (seit ich Flock abgeschworen habe). Delicous auch, Flickr je nach Stimmung und Rechner per Client oder Browser. Die Lösung für diese etwas verfahrene Situation könnte posterous heißen. Das zumindest entnehme ich Jubelmeldungen und -tweets. Aber ich bin noch nicht überzeugt. Und bin damit nicht allein.

Ein Twitter-Client auf Rechner oder Telefon bietet mir immer mehr als es posterous kann. Meine WordPress-Installationen ebenso (abgesehen davon, dass jeden Tag ein Plugin ein Update braucht). Oder habe ich etwas entscheidendes übersehen? Ich bitte um wüste Beschimpfungen Anregungen, die meine Ignoranz brechen mögen. In den Kommentaren oder per Pingback.

Über Björn Sievers

Director @ Edelman | PR for telco and internet companies | lecturer from time to time | (lazy) part-time blogger | cyclist (not lazy at all)
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5 Antworten auf Die posterous-Sau im Dorf

  1. Thomas Cloer sagt:

    Posterous ist vor allem extrem klasse, wenn man nur mal schnell per Mail ein Bild hochladen will, auf das man verlinken kann. Einfacher geht’s nimmer. Die ganze Social-Media-Integration ist ja nicht zwingend vorgeschrieben 😉

  2. pjebsen sagt:

    @Björn: Ich versuche gerade mal wieder, mich für Flock zu erwärmen. Warum hast du Flock abgeschworen, wenn ich fragen darf?

    • bjoern sagt:

      Weil Flock – vor allem auf dem Mac – extrem träge ist. Bin jetzt auf Sarfari und unter Win mit Chrome unterwegs. Aber Flock kommt ja wohl bald irgendwann auf Chrome-Basis.

  3. Pingback: Twitter ist kein Second Life | Björn Sievers

  4. Pingback: Best of 140 Zeichen | Cirquent Blog

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