Fytch – die Meta-Ebene für Kommentare

Manchmal stolpere ich über Dinge, die liegen so nahe, dass ich mich frage: Warum erst jetzt. Fytch ist so ein Ding. Der Dienst zieht eine Meta-Ebene für Kommentare ins Netz ein. Statt unter einem Artikel von – sagenwirmal – FOCUS Online seine Meinung zu hinterlassen, postet man den Kommentar bei Fytch, wobei der Text mit dem kommentierten Artikel verbunden wird.

Wie das geht, erläutert dieses Video:

Das Ganze hat derzeit noch einen kleinen Haken: Eine nicht repräsentative Untersuchung, die ich soeben in Eigenregie angestellt habe, legt den Verdacht nahe, dass ich Deutschland bisher kaum jemand fytcht (das Verb wird es deshalb vermutlich nicht vor 2011 in den Duden schaffen). Die Leser der „New York Times“ fytchen dagegen munter vor sich hin (wobei ich auch einige Test-Fytches entdeckt habe). Wirklich leben wird Fytch erst – wie all diese modischen Internetdingse -, wenn alle Twitterer auch fytchen. Netzwerkeffekt und so.

Ach ja, was noch wichtig ist: Eines der Argumente für Fytch, die in dem Video vorgebracht werden, gilt nicht für alle Websites. Wer Fytch nutzt, der kann überall kommentieren, ohne sich auch überall anmelden zu müssen. Das stimmt. Und das ist toll. Denn anmelden ist immer etwas nervig. Deshalb verlangt FOCUS Online von Kommentatoren ja auch keine Anmeldung. Zum Beispiel.

(Gefunden bei Dirk von Gehlen.)

Update: War ja klar, dass ich der Letzte bin, der merkt, dass es so etwas schon lange gibt: blerp, nämlich.

Über Björn Sievers

Director @ Edelman | PR for telco and internet companies | lecturer from time to time | (lazy) part-time blogger | cyclist (not lazy at all)
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