Warum das Dilemma der Nachrichtenagenturen in die Zukunft der Medien weist

Nachrichtenagenturen stecken in der Klemme. Ihr Geschäftsmodell ist fast zwei Jahrhunderte alt – der französische Publizist Charles-Louis Havas gründete die erste Agentur bereits 1835 – und das Internet, natürlich wieder dieses Internet gräbt ihnen nun das Wasser ab. Reuters, dpa, ddp und all die anderen sind eingekeilt zwischen ihren Kunden auf der einen Seite – vor allem Zeitungen finanzieren ihre Arbeit – und dem Netz – diesem unendlichen Informationsspeicher, den nicht mehr nur Journalisten durchpflügen und sortieren – auf der anderen.

Einen Teil des Dilemmas brachte ddp-Chefredakteur Joachim Widmann (mein geschätzter Ex-Chef) während einer Diskussionsrunde am Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses in München auf seine Weise den Punkt: Agenturen müssten überlegen, ob sie mindestens einen Teil ihres Dienstes, vor allem Analysen und Feature, erst mit einer Zeitverzögerung an Onlinemedien senden sollten. Erst dann, wenn Zeitungen sie gedruckt haben. Aus Sicht der Agentur ist diese Überlegung verständlich. Zeitungen sind nach wie vor die wichtigeren Kunden, sie zahlen deutlich höhere Preise für die Agenturdienste als Onlinemedien. Eine Analyse aber, die schon am Tag zuvor auf Nachrichtenportalen zu lesen war, ist für die Zeitung wertlos. Schließlich gibt niemand Geld für Papier aus, auf dem (fast) nur steht, was er bereits aus dem Netz gefischt hat. Das ist die eine Seite des Problems.

Die andere Seite heißt Google News (neben anderen News-Aggregatoren). Diesen Nachrichten-Sammelmaschinen steht Widmann – wie dem Netz insgesamt – kritisch gegenüber. Aus seiner Sicht folgerichtig: Aggregatoren sortieren das Netz und machen riesige Mengen Informationen, darunter Agenturmaterial, überhaupt erst zugänglich. Die Agenturen bekommen dafür keinen Cent, es sei denn, sie schließen Verträge mit den Aggregatoren, wie es AP in den USA mit Google getan hat (die Lage ist zurzeit allerdings ein wenig diffus). Wenn aber sagen wir mal Google News gegen Entgelt AP-Nachrichten hostet, also nicht nur Anreißer, sondern die Volltexte auf den eigenen Seiten auszuspielt, dann könnte das der letzte Vertrag sein, den die Agentur abschließt. Warum sollten andere (Online-) Medien Agenturdienste abonnieren, wenn Google doch nur die eigenen Seiten ausliefert und nicht mehr auf identische Inhalte anderswo im Netz verweist. Klar, oder? (Und trotzdem hat ddp einen Vertrag mit nachrichten.de, den mein Arbeitgeber TOMORROW FOCUS Portal betreibt.)

Damit sind wir beim Kern des Problems: Das Geschäftsmodell der Agenturen basiert darauf, dass Korrespondenten Informationen sammeln, diese verarbeiten, also Texte schreiben, fotografieren, Videos produzieren, eine Redaktion all das zu Diensten zusammenstelllt und an die Kunden verteilt. In der analogen Medienwelt dereinst war das ein formidables System, schließlich ersparte es der Zeitung in Ulm, einen eigenen Korrespondenten in Hamburg zu haben und umgekehrt. Doch diese Welt ist Vergangenheit. Heute ist die Information aus Hamburg auch für die Redaktion in Ulm nur einen Klick entfernt.

An dieser Stelle kommt Jeff Jarvis ins Spiel. Der US-Blogger, Medienprofessor und Berater wiederholt schon seit Jahren sein Mantra: “Cover what you do best. Link to the rest.” Sieht man sich im (deutschen) Internet um, hört ihm jedoch kaum jemand zu. Lokal- und Regionalzeitungen verlinken für Geschichten aus Berlin nicht etwa auf den “Tagesspiegel” oder die “Berliner Zeitung”. Stattdessen fluten sie die eigenen Seiten mit dpa-Meldungen, wie mein erster Arbeitgeber “Die Glocke” (ich war so um 1990 freier Mitarbeiter). Ist das sinnvoll? Nein. Es führt dazu, dass 80 Prozent der Inhalte im deutschen Internet austauschbare Agenturtexte sind (das sagt nachrichten.de- und mein Chef Jochen Wegner, der mit Widmann auf dem Podium saß). Aber es hat Tradition. Schließlich bedient sich die Mantelredaktion auch bei den Agenturen und bastelt aus ihren Dienste große Teile des ersten Buchs einer typischen deutschen Zeitung.

Das ganze System funktioniert so lange wie Zeitungen noch funktionieren (und die Onlineportale von den meisten lokalen und regionalen Medien eher Feigenblätter als erst gemeinte Versuche mit Onlinejournalismus sind). Das mögen sie bitte auch gerne noch sehr lange, denn Papier ist ja ein sehr schönes Medium. Aber nach allem was man so hört und liest, geht es mit der (Gesamt-) Auflage der deutschen Zeitungen Jahr für Jahr bergab. Und auch der Werbemarkt hat seine besten Zeiten im Printgeschäft wohl hinter sich gelassen.

Nun setzen wir mal voraus, dass die etablierte Medienwelt eher so denkt wie Joachim Widmann, das alte System also bewahren möchten, so lange wie es Gewinne abwirft (und das tut es ja in den meisten Verlagen noch). Vermutlich passiert dann auch in den kommenden zehn Jahren das, was schon in den vergangenen 15 Jahren passiert ist: nichts. Ok, wenig. Statt über neue Geschäftsfelder nachzudenken, bleibt der traditionsbewusste Medienmensch bei den Dingen, die er kennt. Bis es nicht mehr geht. Und ganz bestimmt wird es bei einigen Verlagen irgendwann nicht mehr gehen.

So lange Zeitungen (und andere) ihr angestammtes Geschäft verfolgen, können aber Entdecker Neues ausprobieren, Leute wie Hardy Prothmann mit seinem Heddesheimblog (Hardy saß mit Widmann und Wegner auf dem Podium im ifp). Der Journalist bastelt seit rund einem Jahr an einem kleinen Blognetzwerk für seinen Heimatort Heddesheim und die umliegenden Gemeinden. Platz dafür lässt ihm der “Mannheimer Morgen”, ist Prothmann überzeugt. Schließlich betreibe der überwiegend “Bratwurstjournalismus”, gefällige Lokalberichterstattung, die das Objekt der Berichterstattung ernster nehme als den Leser (und den Leser somit an der Nase herumführe).

Nun könnte es ja sein, dass das Heddesheimblog ein Erfolg wird und Hardy ein Leben finanziert. Und dann könnte es ja sein, dass es weitere ähnliche Projekte gibt, also noch mehr Blogs über Orte wie Heddesheim (die Gemeinde hat 10.000 Einwohner) und Publikationen wie die Ruhrbarone. In einer idealen Welt könnten all diese Nischenmedien sich zusammenschließen, ein gemeinsames Netzwerk bilden und so auf eine nennenswerte Reichweite kommen, um auch jenseits der lokalen Anzeigenakquise am Werbekuchen zu knabbern.

Was die Medien dieser neuen Welt sicher nicht brauchen, sind Agenturen. Prothmann sagt ganz klar, er fliege deutlich unter dem Radar von Agenturdiensten, er berichtet detaillierter und kleinteiliger als das selbst die dpa mit ihrem engen Korrespondentennetz je leisten könnte. Was die neuen hyperlokalen Medien allerdings gebrauchen könnten, wäre ein Aggregator, eine intelligente Maschine, die aus den einzelnen Nachrichtenströmen ein auf die Bedürfnisse einzelner Nutzer oder regional sortiertes Netz spinnt. Dann würde das Heddesheimblog auf das Berlinblog verlinken und eben kein ddp-Feature kopieren.

Natürlich könnte es auch ganz anders laufen. Schließlich hätten Zeitungen mit ihren Portalen heute schon die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Sie müssten sich nur mal auf den Weg machen. So langsam. Doch egal wie die Entwicklung weitergeht: Die Agenturen stecken in der Klemme. Medien brauchen sie zwar noch, aber von Jahr zu Jahr ein bisschen weniger.

Über Björn Sievers

Director @ Edelman | PR for telco and internet companies | lecturer from time to time | (lazy) part-time blogger | cyclist (not lazy at all)
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11 Antworten auf Warum das Dilemma der Nachrichtenagenturen in die Zukunft der Medien weist

  1. Hallo Herr Sievers,
    das die Agenturen einen schweren Stand haben, sehe ich auch so.
    Was ich ncht verstehe: Wer schreibt ohne Agebturen denn dann die erste Meldung von der dann alle abschreiben?
    Die Agenturen haben ja Korrespondenten in aller Welt. Also auch in Washington. Wenn Obama da jetzt eine Rede hält, wird sich es doch kein Verlagshaus (egal ob off- onde online) nehmen lassen darüber zu berichten.
    Wenn ich das richtig verstehe schnappen sich heute alle die Agenturmeldung und packen die entweder 1:1 oder leicht abgewandelt in ihre Publikationen.
    Wenn´s jetzt keine Agentur mehr gibt, was dann?
    Muß dann der Spiegel die USA covern und dem Focus agenturlike die Fakten geben und umgekehrt covert Markwort Peking?
    Oder hat dann jede redaktion, so sie es sich leisten kann, ihren eigenen Korrespondenten an dem wirklich wichtigen Plätzen. Wobei das meiner nach dazu führt, daß in Zukunft Fernost incl. Australien von Tokio aus beobachtet wird.
    Oder wird Überregionales in der Regionalpresse einfach nicht mehr stattfinden?
    Also eine Aufgabenteilung in nationale, überregionale Medien und in Lokalmedien?
    Das muß ja nicht schlecht sein. Eine Fokussierung der Kräfte führt ja oftmals zu einer bessern Analyse der Fakten und damit zu einem besseren Produkt.

  2. Alex sagt:

    Danke für den vorletzten Absatz. Die Wichtigkeit von Aggregatoren für die Zukunft von hyperlokalen Medien und Special-Interest-Blogs kann gar nicht genug betont werden.

  3. Ein sehr kluger Kommentar. Empfehlungstweet ist schon raus. Allerdings sehe ich für Agenturen eine Chance, die Du nicht erwähnst. Sie können sich zu technischen Dienstleistern wandeln, die ihren Kunden auf dem Weg in die digitale Zukunft helfen. Die dpa ist da mit ihrer Tochter infocom auf einem guten Weg. Es muss nicht jede kleine Regionalzeitung mit einem eigens entwickelten Mobilportal, mit eigenen e-Reader-Formaten, eigenem Micropayment-System und eigenen Strukturen für die Aggregation von hyperlokalen Inhalten das Rad neu erfinden. Das wäre viel zu unwirtschaftlich. Allerdings fällt mir momentan wirklich nur die dpa auf, die ernsthaft diese Aufgabe eines digitalen Dienstleisters angeht. Zumal dieser Markt sicherlich für einige Jahre noch erst mal nur ein Nebengeschäft sein wird. Aber wenn die ddp umsetzt, was Widmann auf dem Podium vorgeschlagen hat, könnte ich mir vorstellen, dass bei der dpa die Sektkorken knallen…

  4. bjoern sagt:

    @Albert Warnecke: Die Politik in Washington wird sicher weiter von großen Medien gecovert. Außerdem ist denkbar, dass kleinere blogartige, deutsche Medien hinzukommen, die nach dem Vorbild der Huffington Post arbeiten. Auf die kann die Lokalzeitung verlinken. Zum Beispiel.

    @Ulrike: Ja, gebe Dir Recht. Aber wie Du schon schreibst, in diese Richtung denkt allein die dpa. Zuende gedacht würde das heißen, das klassische Agenturgeschäft wird zum Beiboot. Wenn überhaupt.

  5. oohpss sagt:

    Was mit ein wenig zu kurz komt bei dieser Betrachtungsweise (m)einer Nachrichtenzukunft ist die Autentität der Informations-Quelle. Wenn der Nachrichtenleser heute schon einem “Bratwurtsjournalismus” ausgesetzt ist, wie sieht denn dann die von Meinungsmachern gestaltete Nachrichtenzukunft aus. Jede Nachricht ist dann keine Nachricht, weil jeder jedem unterstellt, dass die Information einem Zweck dient, die der Journalist/Blogger publiziert hat um s(einen) Zweck zu erreichen.
    Also “meine” Nachrichtenagentur der Zukunft muss die Authentizität der Information und der Quellen sicherstellen. Von Bloggern oder Bratwurstjournalisten erwarte ich das nicht. Und vom gedruckten Blatt erwarte ich das ehere als vom Internet.
    Qualität im Journalismus ist eine Dienstleistung. Und die bezahle ich auch gerne.
    Abschreiben ist keine Qualität. Die bezahle ich deshalb auch nicht.

  6. Lieber Björn,

    guter Text.

    Aber eine Kritik: Das heddesheimblog hat noch nie eine Agenturmeldung kopiert und wird das auch nie tun – weder von ddp noch von dpa oder anderen.
    Weder eine Meldung, noch einen Bericht und schon gar kein Feature.

    Sonnige Grüße
    Hardy Prothmann

  7. Peter Zschunke sagt:

    Danke, Björn, für diesen Beitrag!

    Das zeitliche Zurückhalten von Meldungen ist aus meiner Sicht kein Weg, der zum Ziel führt. Bei AP in New York wurde das auch mal erwogen, aber wieder verworfen.

    Warum? Nachrichtenagenturen sind – siehe Twitter – nicht mehr unbedingt die ersten, die eine neue Information verbreiten. Aber sie sind weiterhin die ersten, die eine neue Information mit geprüfter Zuverlässigkeit verbreiten – Falschmeldungen als Ausnahme bestätigen die Regel :-)

    Aber aktuelle Nachrichten müssen für alle Beziehern gleichzeitig aktuell sein – abgehangene Nachrichten sind keine Nachrichten. Zudem ist es ja schon schwierig, Sperrfristen einzuhalten. Eine zeitlich verzögerte Zustellung an Online-Medien wäre noch weniger praktikabel.

    Eine engere Vernetzung von Zeitungen findet ja bereits statt. Und “hyperlokale Netzmedien” wie Hardys Heddesheimblog könnten ein Vorbild für die Weiterentwicklung der Online-Ausgaben regionaler Medien sein – nicht umsonst hat die Rheinzeitung ja kürzlich Hardy eingeladen.

    Dabei werden Nachrichtenagenturen weiter gebraucht – als primärer aktueller Content-Lieferant aus dem Ausland (und das besteht halt nicht nur aus Washington) wie aus dem Inland.

    Die von Ulrike Langer angeführte Rolle als technischer Dienstleister enthält auch die Perspektive, von der von Jochen angeprangerten Konformität der Nachrichtenlage wegzukommen: Das gegenwärtig im Aufbau befindliche B2B-Portal von dpa soll ja auch zusätzlichen Content enthalten, der für die Agenturmeldung nicht verwendet wurde – Stoff für eigene Geschichten und weitergehende Recherchen. Der Impuls dafür wird aber auch künftig in wesentlichem Maße von Nachrichtenagenturen kommen.
    (Disclamer: Persönlicher Meinungsbeitrag, unabhängig von meinem jetzigen – DAPD – oder künftigen – dpa – Arbeitgeber)

  8. bjoern sagt:

    @Hardy: Genau das schreibe ich ja. Dass Du detaillierter berichtest als es die Agenturen je könnten – und sie daher nicht brauchst.

  9. Markus sagt:

    Hallo!

    Ein kurzer Hinweis auf einen sicherlich gewinnbringenden Text: Axel Bruns schreibt über den Wandel vom Gatekeeping zum Gatewatching. Das mag für alle hier Mitlesenden relativ offensichtlich sein. Aber vielleicht kann man den Text ja auch mal dem einen oder anderen Agenturvertreter o.Ä. unter die Nase reiben ;)

    Hier befindet sich die PDF-Datei: http://snurb.info/files/2008_DFG_Vom%20Gatekeeping%20zum%20Gatewatching_preprint.pdf

    Gruß aus Münster!

  10. Peter Zschunke sagt:

    @Markus: Danke für den Hinweis auf diesen interessanten Beitrag. Die “Gatekeeper”-Theorie wurde den Nachrichtenagenturen von der Kommunikationswissenschaft übergestülpt und ist schon lange korrekturbedürftig.

    Hübsch ist der Schlusssatz. Da heißt es, “dass die Frage, ob Nachrichtenblogs und andere kollaborative Nachrichten-Websites den traditionellen Journalismus ‘zur Strecke bringen’ (‘kill of’) werden, selbst aus der Mottenkiste altmodischer journalistischer Modelle der Berichterstattung stammt”.

  11. Sehr gute Ananlyse mit einigen kleinen Defiziten.

    Wer kann mir die Frage beantworten, wie die traditionellen und die neuen Medien ohne die Angebote von Nachrichtenagenturen aktuell und in follow-ups über den Börsentag in News York/Tokio/Frankkfurt, die Toyota-Pleite in den USA, den Verkauf von ratiopharm an einen israelischen Investor, die Anzeigenkrise bei Bertelsmann, die Olympischen Sommer-/Winterspiele, die Fußball-WM in Südafrika, das 2.Liga-Spiel Augsburg gegen Koblenz, die Staatskrise in Thailand, den Seekrieg zwischen Greenpeace und der japanischen Walfangflotte in der Antarktis (von sog. “bunten stories” aus entlegenen Weltgegenden ganz abgesehen) berichten sollen ? Und das mit einer Redaktion, die zuverlässig recherchiert, handwerklich integer das Material sichtet und zusammengefaßt, in einer allgemein verständlichen Sprache, frei von Einflüssen Dritter etc. ?

    Alle mir bekannten Versuche der traditionellen (gedruckten) Medien, mit ihrem jeweiligen Material überregionale Netze zu knnüpfen (seien es Texte, Bilder, Grafiken und/oder deren Kombination), sind erfolglos geblieben – aus naheligenden Gründen, nämlich wegen der nicht zu vereinbarenden Qualitätsansprüche der Beteiligten. Und dies wird – so scheint mir – bei den Blogs und “anderen kollaborativen Nachrichten-Websites” nicht anders sein. Vertrauen ist die Seele des Geschäfts, wo immer Nachrichten mit dem Anspruch auf Glaubwürdigkeit (und womöglich gegen Entgelt) auftauchen.

    Kummer bereitet mir, daß einige Anbieter im traditionellen Markt offenbar aus Angst vor einem langsamen Siechtum eine Art von Harakiri begehen und – von allen guten Geistern verlassen – sich einem Billigjournalismus hingeben, der in wenigen Jahren die Frage nach der Zukunft von Nachrichtenagenturen ohnehin überflüssig machen wird.

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