Wie Google Instant SEO verändert (oder killt)
8. September 2010 von Björn Sievers
Google Instant ist eine tolle Sache: für die Nutzer. Schließlich erhalten sie schon beim Eintippen ihrer Anfrage nicht nur Vorschläge, wie sie die Suche verfeinern können (das geht ja schon seit einem Weilchen mit Google Suggest). Ab jetzt liefert Google schon beim Tippen Suchergebnisse. Ab dem ersten Buchstaben. Und mit jedem Buchstaben eine neue Liste. Der Konzern verspricht eine deutliche Beschleunigung von Suchen – und hat damit sicher Recht. Einwortsuchen? Vergangenheit! Deshalb ist Instant toll. Für die Nutzer.
Google Instant ist die Pest: für Suchmaschinenoptimierer. Steve Rubel wird da sehr deutlich: “Google Instant Makes SEO Irrelevant”. Mit Instant sieht jeder Google-Nutzer (endgültig) ein anderes Internet. Denn Google sucht nicht nur während der Nutzer tippt, sondern versucht auch zu erraten, was er tatsächlich finden will. Hier und jetzt bedeutet das für mich: Die Eingabe des Buchstabens “w” liefert mir unmittelbar das Wetter von München – weil ich gerade in München sitze. Meine Suchanfragen werden dadurch automatisch genauer. Bei einem bestimmten Suchwort auf der ersten Ergebnisseite gelistet zu sein, ist kaum noch etwas wert (die zweite Seite nutzlos). Denn die Einwortsuche ist: Vergangenheit.
Die Computerwoche mault schon:
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Und Google erreicht noch etwas mit Instant: Das Unternehmen stärkt die eigene Homepage. Denn Instant funktioniert nur dort und nicht im Suchfeld des Browsers (bisher nicht einmal in Chrome). Will ich den Komfort, gehe ich also künftig auf die Homepage (zumindest ich war da in den vergangenen Jahren nur hin und wieder und meistens aus Versehen).
30 Reaktionen zu “Wie Google Instant SEO verändert (oder killt)”


“Google Instant ist eine tolle Sache: für die Nutzer”. Da kann ich gar nicht zustimmen. Google wird aus meiner Erfahrung wegen seiner simplen Oberfläche und der vermeintlich besseren Qualität bevorzugt.
Schnelligkeit kann etwas tolles sein, wird aber nur schwer in der Masse gut zu platzieren sein. Und vor allem sind die Ergebnisse ganz und gar nicht mehr genauer sondern viel weiter weg.
Mal ein Beispiel: Such das Wort ‘Demo’. Instant zeigt mir viel zu Demokratie an während die “altmodische” Suche mir viel mehr zu Demosoftware und Demospielen zeigt. Tipp mal ‘Internat’. Da wird nicht eine Schule angezeigt.
Das finde ich schon drastische Veränderungen die wenig Mehrwert für Nutzer bringen. Aus meiner Sicht kann es sogar Nachteile bescheren.
Ich gebe der Funktion eine Halbwertzeit von wenigen Tagen
[...] per defintionem die zweite Suchergebnisseite auf Google aus. Mehr darüber lässt sich bei Björn Sievers [...]
Instant lässt sich ja abschalten.
Hallo,
wer behauptet, mit Google Instant wäre SEO tot, der hat von SEO nicht viel Ahnung. Mit Google Instant wird es noch wichtiger, Webseiten unter hoch frequentierten Suchwörtern bzw. Vorschlägen gut zu positionieren.
Grüße
Gretus
Muß mich Gretus anschließen:
Wer angesichts von Instant meint, SEO wäre tot, hat die ganzen letzten Jahre schon personalized search nicht verstanden. Schon seit Jahren hat die SERP des einen Nutzers nicht mehr zwingend etwas mit der eines anderen Nutzers zum gleichen Suchbegriff zu tun, weil eben die Suchhistorie aber auch der Ort des Nutzers eine Rolle spielen.
Die Wichtigkeit von SEO verringert sich nicht. Denn es werden nicht andere Suchergebnisse geliefert als vorher, sie werden nur anders aufbereitet. Was aber wichtiger ist, ist zu erkennen, für welche Begriffe man gerankt werden will — und das entsprechend rauszuarbeiten.
Ich mache mir eher Sorgen wg. Adwords. Denn der Nutzer nutzt die SERP nun anders, er hat den optischen Focus mehr auf dem Eingabefeld und nach drumherum; da fallen die Anzeigen rechts dann vermutlich noch weniger auf als jetzt schon.
[...] Björn Sievers findet das Angebot im gegensatz zu mir komfortabel und nicht nur das: Google Instant ist die Pest: für Suchmaschinenoptimierer. Steve Rubel wird da sehr deutlich: [...]
[...] Meinungen zu Google Instant gehen dabei auseinander. Einige kritisieren aus SEO-Sicht Google Instant, andere bezeichnen es als Revolution der Websuche. [...]
Ich glaube auch, dass der Aussage “SEO ist mit Instant tot” ein deutlich veraltetes SEO-Bild zugrunde liegt. Die Branche muss sich schon seit Jahren auf neue Features und Gegebenheiten einstellen, auch Instant wird da keinen Unterschied machen. Der Traffic ist ja nicht auf einmal weg – er ist nur anders verteilt.
[...] Was Google Instant für SEO bedeutet, hat sich Björn Sievers [...]
Das mit dem “C” stimmt
6 Mal Chip.de auf der ersten Seite ist etwas viel. Aber auch wenn man “Co” eingibt, sind andere weit oben. Computerwoche war halt auch vor Google Instant nicht weit oben und ist es jetzt auch nicht. Welch Wunder.
Das SEO tot ist, halte ich auch nur für ein Gerücht. auch das Google Instant nur eine “Halbwertzeit von wenigen Tagen” haben soll, ist sicherlich nicht richtig. Anders als Wave und Buzz wird dies von den Benutzern auch wirklich genutzt. Die Algorithmen für die Instant Anzeige werden auch immer weiter entwickelt. Genau so wie sich die SEO-Branche an die neuen Suchstrategien anpassen wird.
Ich finde, dass Google Instant eine gute Sache ist.
[...] Google Instant versucht quasi, vorauszuahnen, wonach ich suche. Damit soll die Suche um bis zu fünf Sekunden beschleunigt werden. Bei insgesamt einer Milliarde Google-Nutzer weltweit lässt sich damit eine Menge Zeit einsparen. Klar ist: Wenn sich dieser neue Service durchsetzen wird, wird sich das Suchverhalten aller Suchmaschinen-Nutzer weltweit dramatisch verändern. Und die Konsequenzen für SEO (Suchmaschinenoptimierung) und SEM (Suchmaschinenmarketing) mittels Adwords sind kaum abzuschätzen. Ich versuche es trotzdem mal. (Die beste Analyse, die ich bisher gefunden habe, stammt übrigens von Björn Sievers.) [...]
[...] schreibt Björn in seiner treffenden Analyse, und beschreibt, was auch ich erwarte (privat und beruflich erhoffe), [...]
‘Google Instant’-Suche verändert die SEM/SEO-Branche…
…
[...] to buy more keywords." Auch die Branche der Suchmaschinenoptimierer muss sich Sorgen machen, meint Björn Sievers. Neue Zürcher Zeitung, 09.09.2010Der in Deutschland geborene, 1937 nach [...]
[...] schreibt „Google Instant macht SEO irrelevant“ und Björn Sievers die neue Suche für die „Pest für Suchmaschinenoptimierer“ hält, gibt es durchaus auch andere Meinungen, die eher von einer Neuorganisierung der [...]
[...] Wirklich in die Zukunft schauen kann aber niemand, auch nicht Google. Zwar wurde die Instant-Suche in einem kleinen Kreis getestet, aber eine begrenzte Zahl an Betatestern verhält sich nicht unbedingt wie eine Milliarde Internetanwender, die pro Woche mit Google suchen. Unklar ist auch, wie sich Google Instant auf das Treiben der Suchmaschinenoptimierer (SEO) und -marketer auswirken wird. Einige Stimmen sehen in der Funktion gar das mögliche Ende von SEO. [...]
Muss mich Gretus ebenfalls anschließen! Sehe sogar noch weitere Möglichkeiten die sich für SEOs ergeben. Die Branche musste sich schon häufig neuen Gegebenheiten und Technologien anpassen. Dieses mal wird es nicht anders sein!
Also ganz so düster ist es für dei SEo´s sicherlich nicht. Wer KMU Kunden betreut wird mit der neuen Funktion seinen heiden Spaß haben
@Sebastian: “Demo” und “Internat” liefern gleich ganz andere Ergebnisse, wenn man mit einem Leerzeichen abschließt, wenn man die Begriffe also tatsächlich je als Wort “outet” und nicht als Silbe.
Die Instant Suche ist perfekt für mich als Entwickler.
Mein Beispiel:
Ich suche nach besonderen Lösungen zum Beispiel eines JavaScript Problems. Früher habe ich oft das Problem allgemein Definiert um mich dann durch die Suchergebnisse durchzuklicken.
Jetzt mit der neuen Instant Suche springe ich auf die unterliegenden Seiten in dem ich mein Suchwort dem Ergebnis anpasse. Dabei fange ich mit dem größtmöglichem Ergebnis an:
Googlesuche: Javascript Mootools Problem Slide Tween Internet Explorer 6 …
Ich finde die Suche perfekt.
[...] den typischen Unkenrufen wie „Instant ist der Tod von SEO“ möchte ich nur wieder einmal sagen: Solange es Suchmaschinen [...]
[...] jetzt Ihren Grund bekommen: Google Instant Search. Wie “Instant Search” funktioniert, und was wir Nutzer davon haben, demonstriert das obere Video aus dem Google Youtube [...]
Also Steve Rubel ist der Letzte der von SEO was versteht. Er ist ausgemachter SEO Gegner und bewirft die Branche regelmäßig mit Schmutz um sich in den Mittelpunkt zu stellen. Offenbar funktioniert das gut.
[...] Heiß diskutierte Artikel bei Björn Sievers window.fbAsyncInit = function() { FB.init({appId: "135457613142073", status: true, cookie: true, xfbml: true}); }; (function() { var e = document.createElement("script"); e.async = true; e.src = document.location.protocol + "//connect.facebook.net/de_DE/all.js"; document.getElementById("fb-root").appendChild(e); }()); [...]
[...] zeitgleich entbrennen Diskussionen: Das Ende von SEM/SEO wird herauf beschworen, die Pest für Suchmaschinenoptimierer wird sich verbreiten. Google selbst befürchtet in nächster Zeit steigende Fluktuation in adwords. [...]
[...] wenn sie wegen Google Instant den Tod von Suchmaschinenoptimierung vorraussagen. Vielleicht hat das etwas mit Existenzängsten zu tun oder einfach nur mit Panikmache. Vielleicht versucht aber auch jeder nur seine Chance für [...]
Meiner Meinung nach ist Google Instant Search eine Bevormundung der Nutzer von Suchmaschinen.
Ich brauche als mündiger Verbraucher keine vorgekauten Ergebnisse.
Die Suchergebnisse hat das Ausmaß der Zensur.
Ich hoffe das Google sich mit Instant Search ein Eigentor schießt, und die Nutzer auf andere Suchmaschinen bzw. auf Meta – Sucher wie MetaGer oder METAcrawler abwandern.
Google Instant und SEO…
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