<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Björn Sievers &#187; Die Medien</title>
	<atom:link href="http://bjoern-sievers.de/category/die-medien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://bjoern-sievers.de</link>
	<description>Berater &#124; Dozent &#124; Radfahrer</description>
	<lastBuildDate>Sun, 06 May 2012 11:40:18 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Der entfesselte Skandal – eine neue Typologie von (Online-) Aff&#228;ren</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2012/05/06/der-entfesselte-skandal-eine-neue-typologie-von-online-affaren/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2012/05/06/der-entfesselte-skandal-eine-neue-typologie-von-online-affaren/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 11:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Der Nutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Die Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=1197</guid>
		<description><![CDATA[Die Lewinsky-Aff&#228;re, der Folterskandal von Abu-Ghuraib und die Kampagne gegen Palm&#246;l in Nestlé-Schokoriegeln von Greenpeace – auf den ersten Blick haben diese drei Geschichten nichts gemein. F&#252;r die beiden Medienforscher Hanne Detel und Bernhard P&#246;rksen von der Uni T&#252;bingen geh&#246;ren &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2012/05/06/der-entfesselte-skandal-eine-neue-typologie-von-online-affaren/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Lewinsky-Aff&#228;re, der Folterskandal von Abu-Ghuraib und die Kampagne gegen Palm&#246;l in Nestlé-Schokoriegeln von Greenpeace – auf den ersten Blick haben diese drei Geschichten nichts gemein. F&#252;r die beiden Medienforscher Hanne Detel und Bernhard P&#246;rksen von der Uni  T&#252;bingen geh&#246;ren sie dennoch zusammen. Es sind drei der 15 Aff&#228;ren und Skandale der vergangenen Jahre, die sie in ihrem gerade erschienen Buch „Der Entfesselte Skandal“ sezieren.</p>
<p>Ihre These: Es ist unendlich leicht geworden, sich zu emp&#246;ren. Der Skandal ist allgegenw&#228;rtig, er ist zu einer Art „Medium der Medien“ geworden. Gleichzeitig k&#246;nnen nicht mehr nur traditionelle Medien Skandale aufsp&#252;ren und &#246;ffentlich machen. Das Netz gibt heute jedem die M&#246;glichkeit, den Skandal-Scoop zu landen.</p>
<p><strong>Skandale lauern scheinbar &#252;berall</strong></p>
<p>Man k&#246;nnte meinen, Detel und P&#246;rksen h&#228;tten absichtlich auf einen H&#246;hepunkt in der Ausmerksamkeit f&#252;r ihr Thema hingearbeitet. Schlie&#223;lich sind die Skandale im Netz, die Shitstorms unserer Zeit, gerade erst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch weniger netzaffine Menschen haben verstanden, dass es dieses Ph&#228;nomen gibt. Allerdings konnten die Forscher kaum wissen, dass die Debatte gerade jetzt anziehen w&#252;rde, als sie ihre zweifellos akribische Arbeit begonnen haben.</p>
<p>Shitstorms k&#246;nnen jeden treffen. Die INGDiba dachte vermutlich, dass sie einen (hoffentlich) wirkungsvollen, im Kern aber harmlosen Werbespot drehte, als sie den Baskettballer Dirk Nowitzki in eine Metzerei schickte und ihm eine Scheibe Wurst zu essen gab. Ein paar Vegetarier interpretierten die Botschaft (vermutlich Tradition und Bodenst&#228;ndigkeit) auf ihre Weise und &#228;u&#223;erten ihr entsetzten, dass die Bank zum Tiere essen aufrufe. Und sie taten dies &#246;ffentlich, vor einem potenziell weltweiten Publikum. Im Netz, vor allem auf Facebook.</p>
<p><strong>Skandale jenseits des banalen Shitstorms</strong></p>
<p>Was dieses Beispiel zeigt: Der n&#228;chste Shitstorm und damit der n&#228;chste Skandal oder die n&#228;chste Skandalisierung lauert hinter (fast) jeder Aktion, die ein Unternehmen oder eine einzelne Person unternimmt. Shitstorms sind Teil unserer Online-Welt. F&#252;r Detel und P&#246;rksen sind sie gleichwohl nur ein kleiner Teil der entfesselten Skandale unserer Zeit. Ihre Analyse ist breiter, sie greift tiefer. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht der Kontrollverlust – ausgel&#246;st durch mangelnde Medienkompetenz, Unachtsamkeit, absichtliche Indiskretion oder schlicht Datendiebstahl.</p>
<p>“Man kann sich (…) beim besten Willen nicht vorstellen, was mit den eigenen Daten geschieht, wer sie pl&#246;tzlich zu sehen bekommt, in welchen Kombinationen und Kontexten sie eines Tages auftauchen“, schreiben Detel und P&#246;rksen. Das wissen wir wirklich nicht. Vermutlich haben noch nicht einmal Google und Facebook eine Vorstellung davon, was sie mit den Datenbergen, die sie anh&#228;ufen, in drei oder f&#252;nf Jahren werden anfangen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Ordnung f&#252;r eine Welt des Kontrollverlusts</strong></p>
<p>Detel und P&#246;rksen gehen in ihrer Betrachtung weit &#252;ber das blo&#223;e Nachzeichnen von Shitstorms und anderen Skandalen hinaus. Sie ordnen ein. Dabei zeigen sie weder mit dem Finger auf die Akteure oder Opfer (wie es die vermeintliche digitale Elite mit ihren „selbst Schuld“-Postings zuweilen tut), noch reihen sie sich ein in das Wehklagen der Digitalverweigerer, die nicht nur Shitstorms, sondern am besten gleich das ganze Internet abstellen w&#252;rden. Damit ist „Der entfesselte Skandal“ ein wichtiger Beitrag zur Debatte um unsere Daten und den Kontrollverlust, den das Internet automatisch mit sich bringt.</p>
<p>Wir werden die Kontrolle nicht wieder erlangen, soviel ist sicher. Wir m&#252;ssen lernen, auch ohne sie auszukommen – auch und gerade wir in der Kommunikation. Vielleicht ist dies die einzige Schw&#228;che des Buchs von Detel und P&#246;rksen: Die beiden Forscher analysieren die Skandale umfassend und sie finden Muster in vermeintlich unzusammenh&#228;ngenden Ereignissen, Muster des Kontrollverlustes in der digitalen Welt. Was fehlt, sind Handlungsanweisungen. Was k&#246;nnen wir tun, um auch ohne Kontrolle leben zu k&#246;nnen? M&#252;ssen wir uns mit den entfesselten Skandalen schlicht arrangieren, werden sie gar weniger wichtig, weil es so viele, ja zu viele Aff&#228;ren gibt? Vermutlich trifft beides zu.</p>
<p><em>„Der entfesselte Skandal – Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter“ von Bernhard P&#246;rksen und Hanne Detel ist im Herbert von Halem Verlag erschienen und kostet 19,80 Euro. Die Autoren waren so freundlich, uns vorab ein Exemplar zuzusenden.</em></p>
<p>(Zweitverwertung: Der Beitrag ist zuerst auf dem deutschen <a href="http://www.public-engagement.de/2012/05/der-entfesselte-skandal-eine-neue-typologie-der-online-affaren/">Edelman-Blog erschienen</a>.)</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2012/05/06/der-entfesselte-skandal-eine-neue-typologie-von-online-affaren/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2012/05/06/der-entfesselte-skandal-eine-neue-typologie-von-online-affaren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>App f&#252;r eine Splittergruppe</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2011/09/10/app-fur-eine-splittergruppe/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2011/09/10/app-fur-eine-splittergruppe/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 12:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=1137</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt &#220;berschriften, die lassen das Herz von Kommunikationsarbeitern nicht nur ein bisschen h&#246;her schlagen. Diese zum Beispiel: Welt HD” wird von kaufkr&#228;ftigen Entscheidern gelesen Ein toller Erfolg. F&#252;r die PR-Abteilung des Springer Verlags. Denn das ist DIE Zielgruppe. Das &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2011/09/10/app-fur-eine-splittergruppe/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt &#220;berschriften, die lassen das Herz von Kommunikationsarbeitern nicht nur ein bisschen h&#246;her schlagen. Diese zum Beispiel:</p>
<p><a href="http://mobilbranche.de/2011/09/welt-hd-wird-von-kaufkraftigen-entscheidern-gelesen/"><em>Welt HD” wird von kaufkr&#228;ftigen Entscheidern gelesen</em></a></p>
<p>Ein toller Erfolg. F&#252;r die PR-Abteilung des Springer Verlags. Denn das ist DIE Zielgruppe. Das sind die Menschen, die nicht nur Informationen wollen, sondern auch Werbung. Schlie&#223;lich verf&#252;gen sie &#252;ber ein &#252;berdurchschnittlich hohes Einkommen. Klingt nach einer runden Sache f&#252;r den Verlag. Aber ist die App tats&#228;chlich ein Erfolg? Vermutlich nicht.</p>
<p>Die Redaktion der Welt erreicht mit ihrer App 30.000 Leser pro Woche. Das ist traurig wenig, bedenkt man, dass die gedruckte Zeitung im ersten Quartal eine Auflage von gut 250.000 Exemplaren (pro Tag) ausgewiesen hat, mit der sie (angeblich) gut 700.000 Leser erreichte (pro Tag).</p>
<p>Noch ein bisschen trauriger werden die Zahlen zur iPad-App, wenn man bedenkt, dass nur 9100 Leser pro Woche die App tats&#228;chlich gekauft haben. Alle &#252;brigen Nutzer lesen die Zeitung im Abo und bekommen die App oben drauf oder probieren sie nur mal aus.</p>
<p>Bei sieben Ausgaben in der Woche lesen also vielleicht nur 1300 Menschen pro Tag “Die Welt” auf dem iPad und bezahlen daf&#252;r (das stimmt nat&#252;rlich nicht, denn der eine oder andere Leser greift sicher mehr als einmal pro Woche zu seiner iPad-Zeitung). Im schlechtesten Fall sind das nur knapp 0,2 Prozent der “Welt”-Printleser (auch diese Zahl stimmt nicht, weil wir Leser pro Tag und Leser pro Woche nicht vergleichen k&#246;nnen).</p>
<p>Nun habe ich nichts gegen Splittergruppen, auch nichts dagegen, dass Unternehmen sich um kleine Marktsegmente k&#252;mmern. Aber ich frage mich allen Ernstes: Wird diese iPad-App jemals zu einem &#246;konomischen Erfolg?</p>
<p>Meine Vermutung lautet: nein. Das legen auch die negativen Kommentare zur App dar. Die experimentierfreudigen und einkommensstarken App-Nutzer finden es vor allem sehr schade, dass sie die Inhalte nicht herunterladen k&#246;nnen &#8211; um sie im Flieger zu lesen.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2011/09/10/app-fur-eine-splittergruppe/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2011/09/10/app-fur-eine-splittergruppe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wiesenhof und die Zukunft der PR</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2011/09/04/wiesenhof-und-die-zukunft-der-pr/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2011/09/04/wiesenhof-und-die-zukunft-der-pr/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 12:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Der Nutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[SWR]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesenhof]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=1128</guid>
		<description><![CDATA[Eines vorweg: Ich esse Fleisch, auch Gefl&#252;gel. Und nicht immer stammt das, was auf meinem Teller liegt, aus einer Bioproduktion. So, das ist schon mal raus. Gut. Au&#223;erdem bin ich nicht naiv. Dass es Massentierhaltung gibt, dass die nicht wirklich &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2011/09/04/wiesenhof-und-die-zukunft-der-pr/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines vorweg: Ich esse Fleisch, auch Gefl&#252;gel. Und nicht immer stammt das, was auf meinem Teller liegt, aus einer Bioproduktion. So, das ist schon mal raus. Gut. Au&#223;erdem bin ich nicht naiv. Dass es Massentierhaltung gibt, dass die nicht wirklich toll ist f&#252;r die Tiere, all das ist mir klar. Auch, dass ich als Fleischesser den Markt und damit die Tierhaltung mitgestalte. Produziert wird, was ich kaufe. (Bei H&#228;hnchen habe ich ehrlich gesagt noch nie auf die Marke geachtet, h&#246;chstens auf das Biosiegel.)</p>
<p>Was aber nun sagt mir die Aufregung um den Gefl&#252;gelkonzern Wiesenhof? Mir als Verbraucher? Und mir als Berater?</p>
<p>Da ist zun&#228;chst die SWR-Reportage: Der Film hat eine klare Botschaft: Wiesenhof ist b&#246;se.</p>
<p><iframe width="539" height="333" src="http://www.youtube.com/embed/uDIqiN49bmA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Doch schon einen Klick weiter frage ich mich, haben die Reporter tats&#228;chlich sauber gearbeitet. Wiesenhof ist schon einmal ins Visier von SWR-Reportern geraten, vor gut anderthalb Jahren.</p>
<p><iframe width="539" height="333" src="http://www.youtube.com/embed/g2Fj06hEJgE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nun bin ich kein Spezialist f&#252;r bewegte Bilder. Doch mein Eindruck ist, dass der SWR seine Argumentation damals wie heute nicht nur auf dieselbe Kronzeugin (eine ehemalige Wiesenhof-P&#228;chterin) gest&#252;tzt hat, sondern auch auf dieselben Bilder aus Wiesenhof-St&#228;llen. Was also an der neuen Reportage ist wirklich neu?</p>
<p>Und dann ist da nat&#252;rlich noch das “Gegenmedium”, Wiesenhof selbst. Die Reporter mit einem eigenen Kamera-Team zu filmen ist: sehr schlau.</p>
<p><iframe width="539" height="333" src="http://www.youtube.com/embed/UfM2r9xU514" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag ist (nein, ich bin kein Bewegtbild-Spezialist) gut gemacht. Er zeigt das SWR-Team aus Wiesenhof-Perspektive, auch den hilflosen Versuch des Reporters, den Titel der Reportage “Das System Wiesenhof – Wie ein Gefl&#252;gelkonzern Menschen, Tiere und die Umwelt ausbeutet” als Arbeitstitel zu verkaufen (wohlgemerkt, der Titel stand bereits fest, bevor die Dreharbeiten abgeschlossen waren). Diesen Teil zeigt der SWR-Film nicht.</p>
<p>Au&#223;erdem hat Wiesenhof eigene Kronzeugen befragt, die den Reportern eine unredliche Arbeitsweise vorwerfen (eigentlich allen Journalisten). Besonders geschickt sind zwei Kameraeinstellungen, in denen Wiesenhof zeigt, wie man H&#228;hnchenst&#228;lle filmen kann, um entweder Enge oder viel Platz zu zeigen (nein, der Wahrheitsgehalt dieser Einstellungen l&#228;sst sich nicht &#252;berpr&#252;fen).</p>
<p>Am Ende bleibe ich, der Verbraucher, ratlos zur&#252;ck. Ich habe immer schon, so seit meiner Jugend, angenommen, dass in der Massentierhaltung nicht immer alles fein ist. Ich wei&#223; auch, dass der Verbraucher als sparsames Wesen gerne billig einkauft und dass wir heute wesentlich weniger f&#252;r unser Essen ausgeben als noch vor ein paar Jahrzehnten. Daf&#252;r fahren wir h&#228;ufiger in den Urlaub und gerne weiter weg. </p>
<p>Wesentlich erhellender finde ich die Wiesenhof-Geschichte aus der Perspektive des Ex-Journalisten und Beraters, der ich bin. Denn Journalisten und PR-Leute k&#246;nnen eine ganze Menge lernen. Nicht mehr nur Reporter haben Kameras, nicht nur Redaktionen drehen Reportagen. Unternehmen k&#246;nnen das auch. Und sie brauchen keinen TV-Sender, um ihre Botschaft in die Welt zu bringen. YouTube und die eigene Website reichen v&#246;llig. Wer sich mit Wiesenhof besch&#228;ftigt, st&#246;&#223;t fast automatisch auch auf den Film des Unternehmens und damit dessen Version der Wahrheit. Am Ende steht Aussage gegen Aussage.</p>
<p>Und weil das so ist, nehme ich als Verbraucher nur eines mit: Weniger Fleisch ist kein Fehler.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2011/09/04/wiesenhof-und-die-zukunft-der-pr/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2011/09/04/wiesenhof-und-die-zukunft-der-pr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Internet, Algorithmen und die Wirklichkeit – Gedanken &#252;ber Manipulation</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2011/01/30/internet-algorithmen-und-die-wirklichkeit-gedanken-ueber-manipulation/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2011/01/30/internet-algorithmen-und-die-wirklichkeit-gedanken-ueber-manipulation/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 10:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Der Nutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=1103</guid>
		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen ist eine Fliege durch die kleine deutsche Blogosph&#228;re geflogen. Und einige haben aus ihr einen Elefanten gemacht. Die wesentliche Erkenntnis: In Deutschland gibt es Unternehmen, die versuchen Links in Blogs zu kaufen, um Internetangebote in den &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2011/01/30/internet-algorithmen-und-die-wirklichkeit-gedanken-ueber-manipulation/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Tagen ist eine Fliege durch die kleine deutsche Blogosph&#228;re geflogen. Und einige haben aus ihr einen Elefanten gemacht. Die wesentliche Erkenntnis: In Deutschland gibt es Unternehmen, die versuchen Links in Blogs zu kaufen, um Internetangebote in den Indizes von Suchmaschinen ein paar Positionen nach oben zu schieben. So weit, so uninteressant. Denn dass es das gibt, wei&#223; jeder, der ein Blog betreibt. Nun, ich will die Geschichte nicht nacherz&#228;hlen, denn Versionen von ihr gibt es grad frisch an fast jeder Ecke des Netzes, unter anderem <a href="http://www.netbooknews.de/32977/basicthinking-onlinekosten-gmbh-und-der-keyword-spam/">hier</a>, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bloggerszene-streitet-ueber-bezahlte-Links-Update-1179434.html">hier</a> und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,741957,00.html">hier</a>.</p>
<p><strong>Google und unsere Wirklichkeiten</strong></p>
<p>Was mich nachdenklich gemacht hat, ist ein Posting von Mirko Lange zum Thema: <a href="http://blog.talkabout.de/2011/01/29/und-der-haifisch-der-hat-zahne-warum-sich-auf-einmal-ein-pr-mensch-zu-bloggergate-ausert/">“Und der Haifisch, der hat Z&#228;hne”</a>. Mirko will <em>“eine Debatte &#252;ber die SEO-Industrie und Google”</em> ansto&#223;en, einen Diskurs auch <em>“&#252;ber Manipulation und Meinungsbildung”</em>. Er schreibt: </p>
<blockquote><p><em>“Google gibt Wirklichkeiten wieder. Google gestaltet Wirklichkeiten. (&#8230;) Wir vertrauen Google, dass die Suchergebnisse und die Sortierung relevant sind. Die Links auf der ersten, vielleicht noch auf der zweiten Seite von Google bestimmen unsere Wirklichkeit! Und wer diese Ergebnisse manipuliert, manipuliert die Wirklichkeit der Menschen, und den Prozess einer angemessenen Meinungsbildung.”</em></p></blockquote>
<p>Das stimmt alles. Doch es erscheint mir deutlich zu kurz gesprungen. Es ist die Argumentation des scheuen Br&#228;utigams und der unsicheren Braut, die etwas versch&#252;chtert sagen: “Nein, einen Ehevertrag brauchen wir nicht.” Da m&#246;chte ich dann immer schreien: “Hey Baby, Du unterschreibst gleich einen, n&#228;mlich genau den Ehevertrag, den sich der Staat f&#252;r Dich ausgedacht hat.” Nicht dass man mit der Standardversion nicht leben k&#246;nnte, aber man sollte sich schon gefragt haben, ob sie tats&#228;chlich passt.</p>
<p><strong>Ein Ehevertrag mit Google</strong></p>
<p>Google ist &#8211; in Deutschland besonders &#8211; unser Standard-Ehevertrag. Wir fragen uns kaum mal, ob die Ergebnisse in Ordnung sind, wir nehmen sie hin, sie sind, in diesem Punkt hat Mirko recht, unsere Wirklichkeit. Aber sind sie deshalb die einzige Wirklichkeit? Gibt es Wirklichkeit &#252;berhaupt? Und wenn ja, was ist das? Ist die Wirklichkeit, die “saubere” Suchergebnisse schaffen, besser als eine “manipulierte”? Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich bin weder ein Freund von Manipulation, noch von nicht gekennzeichneter Werbung. Doch das ist nicht der Punkt.</p>
<p>Entscheidend ist: Diese unsere Welt ist manipuliert. Manipulation ist ihr Normalzustand. Manipulation schafft unsere Wirklichkeiten. Um mal nur beim Internet und der Suche zu bleiben: Google bildet eine Wirklichkeit ab, und die Suchmaschine liefert jedem User, den der Werbekonzern mittels Cookie oder Account wiedererkennt, seine eigene Wirklichkeit. Website-Betreiber, die es sich leisten k&#246;nnen, besch&#228;ftigen Suchmaschinenoptimierer, die versuchen, die Google-Wirklichkeit zu manipulieren. Da mag es transparente und weniger transparente Wege geben. Vor allem aber ist eines klar: Wer sich keinen Suchmaschinenspezialisten leisten kann, hat in jedem Fall das Nachsehen. Da m&#246;gen seine Inhalte noch so einzigartig sein.</p>
<p>Und auch im Offline-Leben regiert Geld die Wirklichkeit: Wer PR-Leute wie Mirko Lange bezahlen kann, um seine Botschaft zu kommunizieren, verbessert seine Chancen, dass diese beim Empf&#228;nger ankommt und Teil von Wirklichkeit wird. Stell Dir vor es ist Journalismus und kein PR-Mensch ruft an. Unsere Wirklichkeit s&#228;he anders aus.</p>
<p><strong>L&#252;gen schaffen Wirklichkeiten</strong></p>
<p>Der Appell von diesem Sofa lautet deshalb: Wir sollten immer davon ausgehen, dass das, was uns als Wirklichkeit angeboten wird, das Ergebnis von Lug und Trug ist. Denn nur dann sind wir wachsam und entdecken vielleicht wenigstens die gr&#246;&#223;eren Versuche, unser Weltsicht nach den W&#252;nschen Dritter zu formen.</p>
<p>Was die Blogs angeht: Die waren wohl alle eher sehr unbedeutend. Viel spannender erscheint die Liste der Unternehmen, deren Websites mit Hilfe von Suchmaschinen-Spam hochgeschraubt werden sollten, ver&#246;ffentlicht <a href="http://www.netbooknews.de/32977/basicthinking-onlinekosten-gmbh-und-der-keyword-spam/">hier</a>. Ich merk sie mir f&#252;r den n&#228;chsten Einkauf. Und nicht nur f&#252;r den.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2011/01/30/internet-algorithmen-und-die-wirklichkeit-gedanken-ueber-manipulation/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2011/01/30/internet-algorithmen-und-die-wirklichkeit-gedanken-ueber-manipulation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#220;ber das Dilemma der Journalistenausbildung</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2010/09/23/ueber-das-dilemma-der-journalistenausbildung/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2010/09/23/ueber-das-dilemma-der-journalistenausbildung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 08:35:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistenausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=1044</guid>
		<description><![CDATA[Vor ein paar Monaten sa&#223; ich im kleinen Kreis mit ein paar Kollegen zusammen. Das Institut zur F&#246;rderung journalistischen Nachwuchses hatte uns gebeten, miteinander und mit den Studienleitern &#252;ber die Journalistenausbildung und das Curriculum zu sprechen. Das Ergebnis lautete kurz &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2010/09/23/ueber-das-dilemma-der-journalistenausbildung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Monaten sa&#223; ich im kleinen Kreis mit ein paar Kollegen zusammen. Das <a href="http://www.ifp-kma.de/">Institut zur F&#246;rderung journalistischen Nachwuchses</a> hatte uns gebeten, miteinander und mit den Studienleitern &#252;ber die Journalistenausbildung und das Curriculum zu sprechen. Das Ergebnis lautete kurz zusammen gefasst: Handwerk, Handwerk, Handwerk. Denn wer nicht gelernt hat zu recherchieren oder seine Darstellungsformen nicht beherrscht, der kann kein guter Journalist sein. <strong>Aber: Reicht das heute noch?</strong> Ich f&#252;rchte nein. </p>
<p><strong>Das mittelgro&#223;e Problem: </strong>Alles, was fr&#252;her in der Journalistenausbildung gut und richtig war, ist auch heute noch wichtig, ja unumg&#228;nglich. Doch es kommen noch ein paar Dinge hinzu, die Journalisten heute dringend k&#246;nnen oder mindestens verstehen sollten. Die Debatte, die der gesch&#228;tzte Kollege Matthias Spielkamp vor einigen Tagen mit <a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/funf-thesen-zur-journalistenausbildung/">seinen Thesen zur Journalistenausbildung</a> begonnen hat und die der ebenso gesch&#228;tzte Kollege <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2010/09/19/ein-buch-eine-idee-und-ihre-hilfe/">Christian Jakubetz mit seinem Buchprojekt</a> weiterf&#252;hrt, ist dringend notwendig. </p>
<p>Das Handwerk steckt in <strong>Matthias erster These</strong>: “Es geht um Journalismus &#8211; nicht Online-Journalismus”. Anders formuliert: Die Plattform hat nichts mit der Qualit&#228;t des Produkts zu tun. Oder wird ein “Zeit”-Essay anderer Journalismus, nur weil die Kollegen von “Zeit Online” es auch im Netz ver&#246;ffentlicht haben?</p>
<p>Die <strong>vier weiteren Thesen</strong> zeigen, dass es mit Handwerk nicht getan ist: Matthias fodert “digital residents” als Ausbilder in den Verlagen, eine produktive “Fehlerkultur”, Freude am Widerspruch des Lesers und die Bereitschaft, von Volont&#228;ren zu lernen. <a href="http://twitter.com/marcuslindemann">Marcus Lindemann</a>, ebenso gesch&#228;tzt, erg&#228;nzt in den Kommentaren, auch von den Lesern, Zuschauern, Grafikern, IT-Leuten, Fotografen und Sekret&#228;rinnen m&#252;ssten wir lernen.</p>
<p>Das alles ist richtig. Und doch ist es nur ein Teil des Dilemmas, in dem wir alle stecken &#8211; und das auch das Dilemma der Journalistenausbildung ist. Denn die Ausbildung m&#252;sste noch so viel mehr vermitteln. Darunter:</p>
<p><strong>Publikationstechniken:</strong></p>
<p>Dereinst &#8211; als es noch kein Internet gab &#8211; war der Verlag oder Sender daf&#252;r zust&#228;ndig, die Plattform zu stellen. Der Journalist recherchierte, schrieb seinen Text, als Redakteur baute er die Zeitungsseite; im Radio oder im Fernsehen wurde sein Beitrag geschnitten und gesprochen. Die Ressourcen f&#252;r die Publikation stellte indes die Organisation. Nat&#252;rlich gibt es dieses Modell nach wie vor, aber wir k&#246;nnen uns nicht mehr darauf verlassen, dass es in jedem Fall ewig funktioniert. Und vor allem: Es ist nicht mehr das einzige Modell. Publizit&#228;t kann jeder herstellen, ein Blog und ein Twitter-Account sind ebenso leicht (und kostenlos) einzurichten wie ein E-Mail-Postfach beim Anbieter der Wahl. Wenn aber jeder publizieren kann, dann wird Publizit&#228;t zu einer Kulturtechnik. Und die sollten Journalisten unbedingt beherrschen. Sie sollten bloggen, twittern und bei Facebook sein. Wie sollen sie sonst ihren Lesern aus Augenh&#246;he begegnen?</p>
<p><strong>Kommunikationstechniken:</strong></p>
<p>Dereinst &#8211; als es noch kein Internet gab &#8211; war die Leserbrief- oder Zuschauer-Redaktion f&#252;rs Publikum zust&#228;ndig, sie war der R&#252;ckkanal. Der Redakteur bekam nur das geliefert, was ihn betraf (Unsinn, Beschimpfungen und Niveauloses wurde ausgefiltert). Auch heute gibt es dieses Modell noch, sogar in der Online-Welt. Community-Abteilungen k&#252;mmern sich um Leserzuschriften per Mail, in Foren und in Kommentaren, sie filtern, sie ver&#246;ffentlichen, werfen weg &#8211; und sie liefern dem Redakteur sein P&#228;ckchen mit Zuschriften, die ihn betreffen. Aber das ist mehr das einzige Modell: Reaktionen auf die eigene Arbeit finden auch auf Blogs und in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook statt. Online-Kommunikation auf den unterschiedlichsten Kan&#228;len ist l&#228;ngst eine Kulturtechnik geworden. Journalisten m&#252;ssen sie beherrschen, wollen sie ihren Lesern auf Augenh&#246;he begegnen.</p>
<p><strong>Recherchetechniken</strong> (besser bekannt als Datenjournalismus)<strong>:</strong></p>
<p>Dereinst &#8211; als es noch kein Internet gab &#8211; ging der Journalist auf eine Pressekonferenz, griff zum Telefon und recherchierte so seine Geschichte, die er anschlie&#223;end aufschrieb. Auch dieses Modell gibt es heute noch, es ist sogar im Online-Journalismus weit verbreitet. Aber es ist nicht mehr das Einzige. Journalisten, zum Beispiel die <a href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog">Kollegen vom Guardian</a>, spielen mit Daten, visualisieren sie, motivieren ihre Leser, ihnen bei der Recherche zu helfen. Aber Journalisten sind auch auf diesem Spielfeld nicht allein, wie zum Beispiel das Projekt <a href="http://bund.offenerhaushalt.de/">Offener Haushalt</a> zeigt. Journalisten oder besser Redaktionen sollten sich jedoch mit diesen Methoden vertraut machen, sonst werden sie von anderen Akteuren abgeh&#228;ngt.</p>
<p>Das Dilemma der Journalistenausbildung ist: Journalisten sollten Physiker, Biologen, Wirtschaftswissenschaftler, Juristen, Politologen oder Historiker sein, die das traditionelle Handwerk ebenso wie die neuen Kulturtechnik der Medien- und Kommunikationswelt beherrschen. Nur das ist kaum in einer Ausbildung zu vermitteln. Und angewandt widerspricht es dem an sich ja sehr erfolgreichen Prinzip der Arbeitsteilung &#8211; gegen das auch nichts spricht, au&#223;er der Personalabbau in den Medien.</p>
<p>Der Vollst&#228;ndigkeit halber: Die <strong>Folien von Matthias</strong>, auch ohne Tonspur aufschlussreich.<br />
<img style="visibility:hidden;width:0px;height:0px;" border=0 width=0 height=0 src="http://counters.gigya.com/wildfire/IMP/CXNID=2000002.0NXC/bT*xJmx*PTEyODUxODM3NTg1ODgmcHQ9MTI4NTE4Mzc2MjYxNiZwPTEwMTkxJmQ9c3NfZW1iZWQmZz*yJm89NmVkOTQxNDIwNzA4/NGE5NGEwZDU5NjkzYWI3NDJhYWUmb2Y9MA==.gif" />
<div style="width:425px" id="__ss_5221904"><strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/spieli/fuenf-thesen-zur-journalistenausbildung" title="Fuenf Thesen zur Journalistenausbildung">Fuenf Thesen zur Journalistenausbildung</a></strong><object id="__sse5221904" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=fuenf-thesen-zur-journalistenausbildung-100917051522-phpapp02&#038;stripped_title=fuenf-thesen-zur-journalistenausbildung&#038;userName=spieli" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed name="__sse5221904" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=fuenf-thesen-zur-journalistenausbildung-100917051522-phpapp02&#038;stripped_title=fuenf-thesen-zur-journalistenausbildung&#038;userName=spieli" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="padding:5px 0 12px">Weitere Pr&#228;sentationen von <a href="http://www.slideshare.net/spieli">Matthias Spielkamp</a>.</div>
</div>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2010/09/23/ueber-das-dilemma-der-journalistenausbildung/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2010/09/23/ueber-das-dilemma-der-journalistenausbildung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Print gegen Online &#8211; Wie Apps die Grenzen aufweichen</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2010/09/22/print-gegen-online-apps-grenzen/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2010/09/22/print-gegen-online-apps-grenzen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 20:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Der Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[App-Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit Online]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=1069</guid>
		<description><![CDATA[Seit ein paar Wochen spiele ich mit der iPhone- und der iPad-App der “Zeit”. Die “Zeit” und ich, wir sind schon seit vielen Jahren gute Freunde, und die Apps finde sie wirklich gelungen. Das liegt auch daran, dass ich mir &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2010/09/22/print-gegen-online-apps-grenzen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ein paar Wochen spiele ich mit der <a href="http://www.zeit.de/administratives/2010-08/iphone-app-zeit-online"><strong>iPhone- und der iPad-App</strong> der “Zeit”</a>. Die “Zeit” und ich, wir sind schon seit vielen Jahren gute Freunde, und die Apps finde sie wirklich gelungen. Das liegt auch daran, dass ich mir schon am Mittwochnachmittag die aktuelle Ausgabe auf mein iPhone (und mein iPad) laden kann &#8211; was zum Beispiel heute sehr praktisch war, denn ich sa&#223; am fr&#252;hen Abend bei meiner Zahn&#228;rztin, die mich einen Moment warten lie&#223;. Gleich neben der “Zeit” findet in der App “Zeit Online” statt. Gelungen integriert, ein “Zeit”-Gesamtpaket.</p>
<p>Als ich aber nun so dasa&#223; im Wartezimmer meiner Zahn&#228;rztin, da habe ich ein wenig die Orientierung verloren. Ich habe mich gefragt, was ich denn jetzt eigentlich lese auf meinem Telefon. Es sind die Inhalte, die donnerstags immer auf Papier gedruckt vor meiner Wohnungst&#252;r liegen. Aber gedruckt sind sie nicht. <strong>Daraus ergeben sich ein paar Fragen.</strong> Zum Beispiel diese hier: Wenn ich nun von der Papier-”Zeit” komplett auf die App-”Zeit” umsteige (dazu neige ich gerade), bin ich dann noch Print-Abonnent? Was &#252;berhaupt ist dann noch Print? Und was ist Online, das ja gleich auf dem Reiter nebenan stattfindet.</p>
<p>Noch verwirrter bin ich, wenn ich an die g&#228;ngige <strong>Publikationspolitik der Verlage</strong> denke. Um beim Beispiel “Zeit” zu bleiben: Die “Anklageschrift” von Sigmar Gabriel gegen Thilo Sarrazin, die die “Zeit” in der vergangenen Woche gedruckt (und auf mein iPhone gesendet hat), ist auch bei “Zeit Online” abrufbar http://www.zeit.de/2010/38/SPD-Sigmar-Gabriel). Ist dieser Text nun Print oder Online oder beides (abgesehen davon, dass er kein Journalismus ist). Ich bin verwirrt. Und damit es nicht zu Missverst&#228;ndnisse kommt: alle Portale ver&#246;ffentlichen Texte der angeschlossenen Printredaktionen, auch <a href="http://www.focus.de/">FOCUS Online</a>.</p>
<p><strong>Was aber nun machen wir damit?</strong> Mein Vorschlag: Wir lassen uns von iPhone, iPad und der mit diesen Ger&#228;ten verbundenen App-&#214;konomie die Augen &#246;ffnen. Denn es geht nicht um Print und Online (<a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/falsche-freunde/">wie auch Stefan Niggemeier aus anderer Perspektive und sehr treffend schreibt</a>), auch nicht um Print gegen Online. Es geht um Journalismus. Und die Qualit&#228;t von Journalismus ist nicht mit der Plattform verbunden, auf der er zuf&#228;llig stattfindet. Allerdings: Qualit&#228;t kostet Geld. Die eigentliche Debatte handelt also von der Frage der Refinanzierung. Ob wir dieses Problem mit Apps l&#246;sen? Ich zweifle. Any further ideas?</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2010/09/22/print-gegen-online-apps-grenzen/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2010/09/22/print-gegen-online-apps-grenzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachrichtenagenturen und das Missverst&#228;ndnis mit der Exklusivit&#228;t</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2010/09/06/nachrichtenagenturen-und-das-missverstaendnis-mit-der-exklusivitaet/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2010/09/06/nachrichtenagenturen-und-das-missverstaendnis-mit-der-exklusivitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 07:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Der Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtenagenturen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=1040</guid>
		<description><![CDATA[Lese eben das Interview von Daniel Bouhs mit Cord Dreyer zum siebten Neustart von ddp Start des neuen dapd-Dienstes &#8211; und darin diesen Satz: &#8220;Es wird um Qualit&#228;tsjournalismus und Exklusivinhalte gehen.&#8221; Da stecken zwei Dinge drin: eine Selbstverst&#228;ndlichkeit, denn nat&#252;rlich &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2010/09/06/nachrichtenagenturen-und-das-missverstaendnis-mit-der-exklusivitaet/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lese eben das <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/damit-beginnt-ein-echter-wettbewerb_100030046.html">Interview von Daniel Bouhs mit Cord Dreyer</a> zum <del datetime="2010-09-05T20:21:01+00:00">siebten Neustart von ddp</del> Start des neuen dapd-Dienstes &#8211; und darin diesen Satz:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Es wird um Qualit&#228;tsjournalismus und Exklusivinhalte gehen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Da stecken zwei Dinge drin: eine Selbstverst&#228;ndlichkeit, denn nat&#252;rlich erwarten die Kunden von Nachrichtenagenturen, dass diese Qualit&#228;t liefern, also Inhalte, die deutlich &#252;ber das Umschreiben von Pressemitteilungen hinaus gehen; und darin steckt eine Seltsamkeit, denn warum eigentlich wollen Agenturen Exklusivinhalte liefern, also Nachrichten, die nur sie haben?</p>
<p>Auf den ersten Blick mag das eine seltsame Frage sein, denn schlie&#223;lich <strong>wollen alle Medien irgendwie exklusiv sein</strong>, sich durch die Inhalte, die sie darbieten, von den Mitbewerbern unterscheiden. Nur: Agenturen sind keine Medien. Sie sind Dienstleister. Medien leisten sich Agenturen, weil es der eleganteste und billigste Weg ist, sich Brot und Butter liefern zu lassen. Das Grundrauschen eben. F&#252;r Wurst, K&#228;se, Honig und Marmelade, also die wirklich leckere Seite der eigenen Publikation, gebraucht aber niemand Agenturen. Das gilt umso mehr, seit das Internet das Mediengesch&#228;ft durchsichtig gemacht hat.</p>
<p>Was passiert also, wenn eine Agentur Exklusives liefert? <strong>M&#246;glichkeit 1</strong> (wenn der Inhalt nicht gar so brisant erscheint): Der diensthabende Nachrichtenredakteur r&#252;mpft die Nase und verwirft die Meldung. Hat schlie&#223;lich nur eine Agentur berichtet, wer wei&#223;, ob wirklich stimmt, was im Ticker steht. Und f&#252;r eine eigene Recherche erscheint das Thema zu unbedeutend. <strong>M&#246;glichkeit 2</strong> (wenn die Exklusivmeldung nach einem echten Thema riecht): Der diensthabende Nachrichtenredakteur merkt auf und leitet die Meldung unverz&#252;glich dem Fachkollegen zu, der zum Beispiel sein Telefonbuch bem&#252;ht, um die Geschichte selbst hart zu bekommen. L&#228;uft es wirklich, wirklich gut f&#252;r die Agentur, bringt die Redaktion die Meldung, bevor das eigene St&#252;ck steht.</p>
<p>An dieser Stelle treten wir einen Schritt zur&#252;ck und betrachten das Geschehen aus der Distanz, vor allem die Frage: <strong>Welchen Nutzen hat die Agentur nun von ihrer Exklusivgeschichte?</strong> Wird sie nicht gebracht: keinen. Wird sie gebracht: auch keinen. Denn entscheidend ist, dass das, was die Agentur exklusiv herausgefunden hat, schon in dem Moment seine Exklusivit&#228;t verliert, in dem der Slot-Redakteur auf den Senden-Knopf dr&#252;ckt. F&#252;r die Agenturkunden ist die Meldung nicht exklusiv, im Gegenteil, alle anderen Kunden haben sie auch. Und sie ist binnen Minuten &#252;berall online zu finden. Wer sich differenzieren will, muss selbst mindestens den Telefonh&#246;rer in die Hand nehmen.</p>
<p>Was an der ganzen Sache <strong>wirklich frustrierend</strong> ist &#8211; f&#252;r die Agenturen: Nicht mal der diensthabende Nachrichtenredakteur wird sich daran erinnern, wo die neue Geschichte eigentlich hergekommen ist, aus der der neue Aufmacher wurde. Das hat er sp&#228;testens nach Feierabend vergessen.</p>
<p>F&#252;r Agenturen folgt daraus: Investiert in Brot und Butter!</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2010/09/06/nachrichtenagenturen-und-das-missverstaendnis-mit-der-exklusivitaet/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2010/09/06/nachrichtenagenturen-und-das-missverstaendnis-mit-der-exklusivitaet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum das Dilemma der Nachrichtenagenturen in die Zukunft der Medien weist</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2010/03/19/warum-das-dilemma-der-agenturen-die-zukunft-der-medien-weist/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2010/03/19/warum-das-dilemma-der-agenturen-die-zukunft-der-medien-weist/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 07:10:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Der Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Aggregatoren]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Heddesheimblog]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtenagenturen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=1011</guid>
		<description><![CDATA[Nachrichtenagenturen stecken in der Klemme. Ihr Gesch&#228;ftsmodell ist fast zwei Jahrhunderte alt &#8211; der franz&#246;sische Publizist Charles-Louis Havas gr&#252;ndete die erste Agentur bereits 1835 &#8211; und das Internet, nat&#252;rlich wieder dieses Internet gr&#228;bt ihnen nun das Wasser ab. Reuters, dpa, &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2010/03/19/warum-das-dilemma-der-agenturen-die-zukunft-der-medien-weist/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachrichtenagenturen stecken in der Klemme. Ihr Gesch&#228;ftsmodell ist fast zwei Jahrhunderte alt &#8211; der franz&#246;sische Publizist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles-Louis_Havas">Charles-Louis Havas</a> gr&#252;ndete die erste Agentur bereits 1835 &#8211; und das Internet, nat&#252;rlich wieder dieses Internet gr&#228;bt ihnen nun das Wasser ab. Reuters, dpa, ddp und all die anderen sind eingekeilt zwischen ihren Kunden auf der einen Seite &#8211; vor allem Zeitungen finanzieren ihre Arbeit &#8211; und dem Netz &#8211; diesem unendlichen Informationsspeicher, den nicht mehr nur Journalisten durchpfl&#252;gen und sortieren &#8211; auf der anderen.</p>
<p>Einen <strong>Teil des Dilemmas</strong> brachte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Widmann">ddp-Chefredakteur Joachim Widmann</a> (mein gesch&#228;tzter Ex-Chef) w&#228;hrend einer Diskussionsrunde am <a href="http://ifp-kma.de/">Institut zur F&#246;rderung publizistischen Nachwuchses</a> in M&#252;nchen auf seine Weise den Punkt: Agenturen m&#252;ssten &#252;berlegen, ob sie mindestens einen Teil ihres Dienstes, vor allem Analysen und Feature, erst mit einer Zeitverz&#246;gerung an Onlinemedien senden sollten. Erst dann, wenn Zeitungen sie gedruckt haben. Aus Sicht der Agentur ist diese &#220;berlegung verst&#228;ndlich. Zeitungen sind nach wie vor die wichtigeren Kunden, sie zahlen deutlich h&#246;here Preise f&#252;r die Agenturdienste als Onlinemedien. Eine Analyse aber, die schon am Tag zuvor auf Nachrichtenportalen zu lesen war, ist f&#252;r die Zeitung wertlos. Schlie&#223;lich gibt niemand Geld f&#252;r Papier aus, auf dem (fast) nur steht, was er bereits aus dem Netz gefischt hat. Das ist die eine Seite des Problems.</p>
<p>Die <strong>andere Seite</strong> hei&#223;t Google News (neben anderen News-Aggregatoren). Diesen Nachrichten-Sammelmaschinen steht Widmann &#8211; wie dem Netz insgesamt &#8211; kritisch gegen&#252;ber. Aus seiner Sicht folgerichtig: Aggregatoren sortieren das Netz und machen riesige Mengen Informationen, darunter Agenturmaterial, &#252;berhaupt erst zug&#228;nglich. Die Agenturen bekommen daf&#252;r keinen Cent, es sei denn, sie schlie&#223;en Vertr&#228;ge mit den Aggregatoren, wie es AP in den USA mit Google getan hat (<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-News-zeigt-keine-aktuellen-AP-Nachrichten-900121.html">die Lage ist zurzeit allerdings ein wenig diffus</a>). Wenn aber sagen wir mal Google News gegen Entgelt AP-Nachrichten hostet, also nicht nur Anrei&#223;er, sondern die Volltexte auf den eigenen Seiten auszuspielt, dann k&#246;nnte das der letzte Vertrag sein, den die Agentur abschlie&#223;t. Warum sollten andere (Online-) Medien Agenturdienste abonnieren, wenn Google doch nur die eigenen Seiten ausliefert und nicht mehr auf identische Inhalte anderswo im Netz verweist. Klar, oder? (Und trotzdem hat ddp einen Vertrag mit <a href="http://www.nachrichten.de/">nachrichten.de</a>, den mein Arbeitgeber TOMORROW FOCUS Portal betreibt.)</p>
<p>Damit sind wir beim <strong>Kern des Problems:</strong> Das Gesch&#228;ftsmodell der Agenturen basiert darauf, dass Korrespondenten Informationen sammeln, diese verarbeiten, also Texte schreiben, fotografieren, Videos produzieren, eine Redaktion all das zu Diensten zusammenstelllt und an die Kunden verteilt. In der analogen Medienwelt dereinst war das ein formidables System, schlie&#223;lich ersparte es der Zeitung in Ulm, einen eigenen Korrespondenten in Hamburg zu haben und umgekehrt. Doch diese Welt ist Vergangenheit. Heute ist die Information aus Hamburg auch f&#252;r die Redaktion in Ulm nur einen Klick entfernt. </p>
<p>An dieser Stelle kommt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jeff_Jarvis">Jeff Jarvis</a> ins Spiel. Der US-Blogger, Medienprofessor und Berater wiederholt schon seit Jahren sein Mantra: <a href="http://www.buzzmachine.com/2007/02/22/new-rule-cover-what-you-do-best-link-to-the-rest/">&#8220;Cover what you do best. Link to the rest.&#8221;</a> Sieht man sich im (deutschen) Internet um, h&#246;rt ihm jedoch kaum jemand zu. Lokal- und Regionalzeitungen verlinken f&#252;r Geschichten aus Berlin nicht etwa auf den &#8220;Tagesspiegel&#8221; oder die &#8220;Berliner Zeitung&#8221;. Stattdessen fluten sie die eigenen Seiten mit dpa-Meldungen, wie mein erster Arbeitgeber <a href="http://www.die-glocke.de/news/html/-brennpunkte-/index.shtml">&#8220;Die Glocke&#8221;</a> (ich war so um 1990 freier Mitarbeiter). Ist das sinnvoll? Nein. Es f&#252;hrt dazu, dass 80 Prozent der Inhalte im deutschen Internet austauschbare Agenturtexte sind (das sagt nachrichten.de- und mein Chef <a href="http://in.focus.de/autor.html">Jochen Wegner</a>, der mit Widmann auf dem Podium sa&#223;). Aber es hat Tradition. Schlie&#223;lich bedient sich die Mantelredaktion auch bei den Agenturen und bastelt aus ihren Dienste gro&#223;e Teile des ersten Buchs einer typischen deutschen Zeitung.</p>
<p>Das ganze System funktioniert so lange wie Zeitungen noch funktionieren (und die Onlineportale von den meisten lokalen und regionalen Medien eher Feigenbl&#228;tter als erst gemeinte Versuche mit Onlinejournalismus sind). Das m&#246;gen sie bitte auch gerne noch sehr lange, denn Papier ist ja ein sehr sch&#246;nes Medium. Aber nach allem was man so h&#246;rt und liest, geht es mit der <a href="http://www.ivw.de/index.php?menuid=37&#038;reporeid=10#tageszeitungen">(Gesamt-) Auflage der deutschen Zeitungen Jahr f&#252;r Jahr bergab</a>. Und auch der Werbemarkt hat seine besten Zeiten im Printgesch&#228;ft wohl hinter sich gelassen.</p>
<p>Nun setzen wir mal voraus, dass die etablierte Medienwelt eher so denkt wie Joachim Widmann, das alte System also bewahren m&#246;chten, so lange wie es Gewinne abwirft (und das tut es ja in den meisten Verlagen noch). Vermutlich passiert dann auch in den kommenden zehn Jahren das, was schon in den vergangenen 15 Jahren passiert ist: nichts. Ok, wenig. Statt &#252;ber <strong>neue Gesch&#228;ftsfelder</strong> nachzudenken, bleibt der traditionsbewusste Medienmensch bei den Dingen, die er kennt. Bis es nicht mehr geht. Und ganz bestimmt wird es bei einigen Verlagen irgendwann nicht mehr gehen.</p>
<p>So lange Zeitungen (und andere) ihr angestammtes Gesch&#228;ft verfolgen, k&#246;nnen aber Entdecker Neues ausprobieren, Leute wie <a href="http://www.prothmann.org/">Hardy Prothmann</a> mit seinem <a href="http://heddesheimblog.de/">Heddesheimblog</a> (Hardy sa&#223; mit Widmann und Wegner auf dem Podium im ifp). Der Journalist bastelt seit rund einem Jahr an einem kleinen Blognetzwerk f&#252;r seinen Heimatort Heddesheim und die umliegenden Gemeinden. Platz daf&#252;r l&#228;sst ihm der &#8220;Mannheimer Morgen&#8221;, ist Prothmann &#252;berzeugt. Schlie&#223;lich betreibe der &#252;berwiegend &#8220;Bratwurstjournalismus&#8221;, gef&#228;llige Lokalberichterstattung, die das Objekt der Berichterstattung ernster nehme als den Leser (und den Leser somit an der Nase herumf&#252;hre). </p>
<p>Nun k&#246;nnte es ja sein, dass das Heddesheimblog ein Erfolg wird und Hardy ein Leben finanziert. Und dann k&#246;nnte es ja sein, dass es weitere &#228;hnliche Projekte gibt, also noch mehr Blogs &#252;ber <strong>Orte wie Heddesheim</strong> (die Gemeinde hat 10.000 Einwohner) und Publikationen wie die <a href="http://www.ruhrbarone.de/">Ruhrbarone</a>. In einer idealen Welt k&#246;nnten all diese Nischenmedien sich zusammenschlie&#223;en, ein gemeinsames Netzwerk bilden und so auf eine nennenswerte Reichweite kommen, um auch jenseits der lokalen Anzeigenakquise am Werbekuchen zu knabbern. </p>
<p>Was die Medien dieser neuen Welt sicher nicht brauchen, sind Agenturen. Prothmann sagt ganz klar, er fliege deutlich unter dem Radar von Agenturdiensten, er berichtet detaillierter und kleinteiliger als das selbst die dpa mit ihrem engen Korrespondentennetz je leisten k&#246;nnte. Was die neuen hyperlokalen Medien allerdings gebrauchen k&#246;nnten, w&#228;re ein Aggregator, eine intelligente Maschine, die aus den einzelnen Nachrichtenstr&#246;men ein auf die Bed&#252;rfnisse einzelner Nutzer oder regional sortiertes Netz spinnt. Dann w&#252;rde das Heddesheimblog auf das Berlinblog verlinken und eben kein ddp-Feature kopieren.</p>
<p>Nat&#252;rlich k&#246;nnte es auch ganz anders laufen. Schlie&#223;lich h&#228;tten Zeitungen mit ihren Portalen heute schon die M&#246;glichkeit, sich zu vernetzen. Sie m&#252;ssten sich nur mal auf den Weg machen. So langsam. Doch egal wie die Entwicklung weitergeht: Die Agenturen stecken in der Klemme. Medien brauchen sie zwar noch, aber von Jahr zu Jahr ein bisschen weniger.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2010/03/19/warum-das-dilemma-der-agenturen-die-zukunft-der-medien-weist/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2010/03/19/warum-das-dilemma-der-agenturen-die-zukunft-der-medien-weist/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Waschmaschinen zu Computern, Computer zu Waschmaschinen</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2010/02/03/waschmaschinen-zu-computern-computer-zu-waschmaschinen/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2010/02/03/waschmaschinen-zu-computern-computer-zu-waschmaschinen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 17:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Mac]]></category>
		<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=991</guid>
		<description><![CDATA[Damals, das ist schon ein bisschen l&#228;nger her, da bediente man eine Waschmaschine noch per Hand. Also zum Beispiel die R&#252;hrfl&#252;gelmaschine von Jacob Christian Gottlieb Sch&#228;ffern (1767) oder die erste Trommelwaschmaschine von Hamilton Smirt (1858). Irgendwann kam dann die Elektrizit&#228;t &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2010/02/03/waschmaschinen-zu-computern-computer-zu-waschmaschinen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damals, das ist schon ein bisschen l&#228;nger her, da bediente man eine <strong>Waschmaschine</strong> noch per Hand. Also zum Beispiel die R&#252;hrfl&#252;gelmaschine von Jacob Christian Gottlieb Sch&#228;ffern (1767) oder die erste Trommelwaschmaschine von Hamilton Smirt (1858). Irgendwann kam dann die Elektrizit&#228;t in die Maschine (1901) und die Dinger begannen sich von selbst zu drehen. Die erste vollautomatische Waschmaschine (1946) war dann irgendwie ein logischer Schritt. Und seither waschen wir unsere Hemden und Hosen mit kleinen Computern. Die Maschinen spulen ihre Programme ab (die in meinem Haushalt nimmt diese noch von Lochstreifen und knackt dabei auf ihre ganze eigene Weise).</p>
<p>Mit der Waschmaschine ist es heute wie mit dem <strong>Auto </strong>der Jetztzeit: vollgestopft mit Elektronik. Und mit Software. In einschl&#228;gigen Foren in diesem Internet wurden deshalb auch schon <a href="http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/topic30068_f40_bxtopic_timexDESC_by285_bz8520_bs0.html">Eintr&#228;ge wie dieser gesichtet</a>: „Weiss jemand wie man die Software der Waschmaschine &#252;berpr&#252;fen kann, bzw. wie man sie updaten kann?“ Nein, wei&#223; ich leider nicht. Und ehrlich gesagt, w&#252;rde ich nicht versuchen. Beim Auto fiele mir das ja auch nicht ein. Ich will, dass es f&#228;hrt, wenn es soll, und vor allem will ich, dass es bremst, wenn ich will. Funktioniert die Elektrik im Auto mal nicht wie sie sollte, dann gibt es ein Riesengeschrei zu Recht.</p>
<p>Mit <strong>Computern</strong>, zumindest mit den Mehrheitsrechnern, war das jahrzehntelang anders. Ein gro&#223;er Softwarehersteller lie&#223; gerne mal die Beta-Version seines Betriebssystems auf die Verbraucher los. Die konnten sich (kaum) nicht wehren, wir hatten ja (kaum etwas) nichts anderes. Irgendwann ist den Damen und Herren zum Gl&#252;ck die Vista aufgegangen und jetzt geht es wohl einigerma&#223;en (ich h&#246;re hier und da, dass das Vor-Vorg&#228;nger-System aus dem Jahre Anno-Dazumal jetzt nach und nach aufs Altenteil geschoben wird).</p>
<p>Ja, wir haben gelitten. Aber es war trotzdem eine sch&#246;ne Zeit. Irgendwie. Die Bastelarbeiten haben uns schlie&#223;lich so manchen Abend davon abgehalten, uns vor dem Fernseher zu langweilen. Deshalb kann ich es ja verstehen, dass sich einige dort drau&#223;en jetzt beschweren, dass damit endg&#252;ltig Schluss sein soll. Schlie&#223;lich hat unser aller Steveness gerade das <strong>iPad </strong>vorgestellt, einen Kleincomputer, den meine ganzen Geek- und Nerd-Kumpels in diesem Twitter jetzt ihren Offline-Eltern schenken wollen. Warum? Weil er (sehr wahrscheinlich) funktioniert. Kein Kabelsalat, keine Tastatur, keine Maus – und keine Software, die seine Steveness nicht f&#252;r gut und w&#252;rdig befunden hat.</p>
<p>Das ist &#8211; im besten wie im schlechtesten Sinne – das Ende des Computers, wie wir ihn kannten. Wir waren es gewohnt, die <strong>Betriebssysteme</strong>, die nicht wirklich funktionierten, mit allerlei Programmen (heute sagt man Apps) zu f&#252;ttern, von denen viele auch nicht richtig funktionierten. All das soll vorbei sein. Und wahrscheinlich k&#246;nnen wir nicht mal etwas dagegen tun. Das ist umso &#228;rgerlicher, als dass die Masche, mit der seine Steveness uns auf seine Seite gelockt hat, nicht eben fair war.</p>
<p>Er gab uns das <strong>iPhone</strong>. Vom ersten Moment an war es so viel schicker, als all die Dinge, die sich die Ingenieure in Finnland und anderswo ausgedacht hatten. Dann &#246;ffnete er es sogar noch f&#252;r Entwickler. Seither sind die Apps das, was dereinst Klingelt&#246;ne waren. Nur viel, viel praktischer. Hier und da gab es zwar mal Einw&#252;rfe, seine Steveness geb&#228;rde sich sehr restriktiv an der Ladentheke und lasse nicht alles in den App-Store, was Mensch programmieren kann. Aber alles in allem gab es keine Grund sich zu beschweren. Mehr als das iPhone kann bis heute kein Taschencomputer.</p>
<p>Und jetzt kommt das iPad. Es sieht nicht nur aus wie ein zu gro&#223; geratenes iPhone. Es ist auch noch genauso verschlossen. Die ehemaligen Offline-Eltern werden nicht einfach mit Software aus dem Internet spielen k&#246;nnen auf ihrem Weihnachtsgeschenk. Alles, was sie nach Meinung seiner Steveness brauchen, finden sie im <strong>App-Store</strong>. Dem einen oder anderen schmeckt das nicht (zum Beispiel der <a href="http://www.fsf.org/news/ibad_launch">Free Software Fundation</a> aus politischen und Adobe aus wirtschaftlichen Gr&#252;nden). Ich kann das verstehen. Aber ist das schlimm?</p>
<p>Der App-Store f&#252;r das iPad hat den unsch&#228;tzbaren Vorteil, dass sich die ehemaligen Offline-Eltern der Geeks und Nerds einfach bedienen k&#246;nnen. Angst vor <strong>Viren und Trojanern</strong>? Quatsch! Abst&#252;rzende Programme? Kann sein. Macht aber vermutlich nichts. Und wird nicht von Dauer sein. Der iPad ist eine Waschmaschine mit Internetanschluss. Nichts f&#252;r Schrauber, weil zu komplex und vor allem zu verschlossen. Perfekt f&#252;r jeden, der einfach nur seine W&#228;sche waschen im Netz hin und her surfen will (ja, erst wenn alle auf  HTML5 umgesattelt haben, ich wei&#223;).</p>
<p>An dieser Stelle – und ich komme damit auch zum Schluss – betritt ein (nicht so furchtbar popul&#228;res) Konzept aus der Wirtschaftswissenschaft die B&#252;hne dieses Blogs: die <strong>Konsumentenethik</strong>. Die Idee ist mir zum ersten Mal 1998 begegnet, als ich das Vergn&#252;gen hatte, die Diplomarbeit meines lieben Freundes Kai kritisch zu w&#252;rdigen. Extrem verk&#252;rzt geht es darum, dass Konsumenten ja auch die Wirtschaft in der Hand haben, n&#228;mlich durch ihre Kaufentscheidungen. Voraussetzung: Man gibt ihnen ausreichend Informationen an die Hand, um m&#252;ndig und gern auch ethisch zu entscheiden).</p>
<p>Zum iPad &#8211; das ist ja das Sch&#246;ne an dieser Welt des &#220;berflusses &#8211; gibt es mehr als genug <strong>Informationen </strong>(und Meinungen) <a href="http://news.google.de/news?rlz=1C1CHMR_enDE341DE341&#038;sourceid=chrome&#038;q=ipad&#038;um=1&#038;ie=UTF-8&#038;sa=N&#038;hl=de&#038;tab=wn">da drau&#223;en</a>. Es wird eine Schwemme an Testberichten geben. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob das Ding gut (und ethisch) ist oder nicht. Wem das geschlossene System seiner Steveness nicht passt, der kann sich ja einfach einen richtigen Computer kaufen. Die wird es ja auch noch nach April 2010 geben, h&#246;rt man. Das gilt &#252;brigens auch f&#252;r den B2B-Bereich: Mal die Musikindustrie fragen wie es ist, wenn man verschl&#228;ft und pl&#246;tzlich feststellt, an Apple kommt keiner mehr vorbei.</p>
<p><em>Zum Schluss eine pers&#246;nliche Erkl&#228;rung:</em> Ich habe sie alle gehabt. DOS, Windows (in den Darreichungsformen 3.1, 95, 98, NT, 2000, XP, Vista (3 Tage) und 7), Linux (als Suse, Ubuntu und Moblin (drei Tage)), Mac OS (seit Tiger). Ich liebe Mac OS (privat und als Nutzer), ich liebe Linux (privat und politisch), ich lebe mit Windows (beruflich). Ach ja, ich liebe auch mein iPhone (beruflich und irgendwie auch privat).</p>
<p>(Die kleine Geschichte der Waschmaschine habe ich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waschmaschine#Geschichte_der_Waschmaschine">Wikibedia entliehen</a>.)</p>
<p><strong>Update: </strong>Martin macht sich dr&#252;ben auf <a href="http://oetting.posterous.com/meine-eltern-sollen-sich-in-unser-aller-web-v">seinem posterous</a> benachbarte Gedanken zu unserem und ihrem Web.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2010/02/03/waschmaschinen-zu-computern-computer-zu-waschmaschinen/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2010/02/03/waschmaschinen-zu-computern-computer-zu-waschmaschinen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Google und die Medien &#8211; ein paar Gedanken und Thesen</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2009/11/16/google-und-die-medien-ein-paar-gedanken-und-thesen/</link>
		<comments>http://bjoern-sievers.de/2009/11/16/google-und-die-medien-ein-paar-gedanken-und-thesen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 07:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Der Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Besser Online]]></category>
		<category><![CDATA[DJV]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bjoern-sievers.de/?p=979</guid>
		<description><![CDATA[Am Samstag habe ich das Vergn&#252;gen, auf der DJV-Tagung &#8220;Besser Online&#8221; mit den Kollegen Albrecht Ude und Lars Reppesgaard sowie dem Suchmaschinenentwickler Wolfgang Sander-Beuermann &#252;ber Google und die Medien zu diskutieren. Der Titel des Er&#246;ffnungspodiums, das Peter Jebsen moderiert: &#8220;Google &#8230; <a href="http://bjoern-sievers.de/2009/11/16/google-und-die-medien-ein-paar-gedanken-und-thesen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag habe ich das Vergn&#252;gen, auf der <a href="http://rdn-online.de/besseronline/">DJV-Tagung &#8220;Besser Online&#8221;</a> mit den Kollegen <a href="http://www.ude.de/">Albrecht Ude</a> und <a href="http://www.druckreif-redaktion.de/lars_reppesgaard.htm">Lars Reppesgaard</a> sowie dem Suchmaschinenentwickler <a href="http://suma-ev.de/wsb/">Wolfgang Sander-Beuermann</a> &#252;ber Google und die Medien zu diskutieren. Der Titel des Er&#246;ffnungspodiums, das Peter Jebsen moderiert: <a href="http://rdn-online.de/besseronline/das-programm/">&#8220;Google sei bei uns!?&#8221;</a> Ich sammle dann an dieser Stelle schon mal ein paar <del datetime="2009-11-15T14:29:40+00:00">steile Thesen</del> Argumente.</p>
<p>Die Leitfrage des Panels &#8211; so steht es im Programm &#8211; lautet: &#8220;Ist die von dem Unternehmen (Google, Anm. des Bloggers) bereitgestellte Infrastruktur ein Segen f&#252;r Onliner oder sollte man Google mit Vorsicht genie&#223;en?&#8221; Also los.</p>
<p><strong>Google ist ein Segen f&#252;r Journalisten</strong></p>
<p>Der Journalist und der Internetnutzer in mir liebt Google. Die Suche ist toll, der E-Mail-Dienst un&#252;bertroffen, der Google Reader mein gelebter Traum seit Jahren, Google Docs immer wieder sehr praktisch. Alls in allem kann ich allein mit der Bookmarkverwaltung nichts anfangen, da gibt es mit Delicious wahrlich etwas besseres. Und Flickr hat Google mit Picasa bei weitem nicht erreicht. Ergo: F&#252;r vieles, was Journalisten so tun, ist Google praktisch. Die Suche ist ein unverzichtbares Instrument f&#252;r die Recherche.</p>
<p>Der B&#252;rger in mir ist gleichwohl besorgt. Denn Google sammelt sehr, sehr viele Daten. Und Google sitzt in den USA, meine Daten damit auch. Gleichzeitig ist die US-Regierung (noch st&#228;rker als die deutsche) in den vergangenen Jahren immer hungriger nach Daten geworden. Ziehe ich daraus Konsequenzen: nicht wirklich. Ich rede mir ein, dass ich ja von einem Tag auf den anderen die Finger von Google lassen k&#246;nnte, wohl wissend, dass mir das mit jedem Tag, an dem ich diese wundervollen Dienste nutze, schwerer fiele.</p>
<p><strong>Google ist ein Segen f&#252;r Online-Medien</strong></p>
<p>F&#252;r alle Produzenten von Internetinhalten (also nicht nur f&#252;r Journalisten) ist Google ein Traum. Dem durchschnittlichen deutschen Nachrichtenportal sp&#252;lt Google zwischen 30 und 60 Prozent der Zugriffe auf die Seite. W&#252;rden die Verlage und Sender Google nun ausschlie&#223;en (was mithilfe der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robots_Exclusion_Standard">robots.txt</a> auch ohne ausgefeiltere Programmierkenntnisse ziemlich einfach ist), ihre Portale w&#252;rden deutlich schrumpfen. Weniger Seitenabrufe bedeuten weniger ausgelieferte Werbung, bedeuten weniger Einnahmen, bedeuten weniger Geld f&#252;r Journalismus, bedeuten kleinere Redaktionen, bedeuten weniger Journalismus.</p>
<p>Und trotzdem f&#252;hren Medienmanager und Verleger eine rege Debatte &#252;ber Google. Die Argumentation: Google verdiene mit den Inhalten der Verlage Geld, weil neben den Suchergebnissen Werbung  angezeigt wird. Und in der Tat: Google ist eigentlich ein Werbekonzern, der einen ungesund gro&#223;en Teil des Online-Werbemarktes erobert hat. Einer der j&#252;ngeren Beitr&#228;ge zu diesem Thema kommt von einem Dinosaurier der Branche: Rupert Murdoch &#8211; das ist der 78-J&#228;hrige, der vom australischen Regionalverleger zum wohl wichtigsten Medienmenschen der Welt wurde und der sich vor einiger Zeit mit dem &#8220;Wall Street Journal&#8221; die renommierteste Wirtschaftszeitung mindestens der USA einverleibt hat &#8211; m&#246;chte Google ausschlie&#223;en, <a href="http://www.focus.de/digital/internet/paid-content-murdoch-will-google-ausschliessen_aid_452602.html">hat er vor ein paar Tagen gesagt</a>. </p>
<p>Das klingt &#8211; auf den ersten Blick &#8211; nach &#246;konomischer Selbstaufgabe und kommt doch nicht &#252;berraschend. Schlie&#223;lich ist Murdoch der Verleger, der mit dem &#8220;Wall Street Journal&#8221; ein &#8211; nach allem was man so h&#246;rt &#8211; erfolgreiches Paid-Content-Modell sein eigen nennt. Die Wirtschaftszeitung verdient im Internet mit journalistischen Inhalten Geld, und zwar weil die Leser f&#252;r die Inhalte bezahlen. Leute wie Mathias D&#246;pfner denken deshalb wohl an Murdoch, wenn sie, wie der Springer-Chef vor ein paar Tagen auf dem <a href="http://www.monacomediaforum.org/">&#8220;Monaco Media Forum&#8221;</a> im <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2009-11/springer-huffington-doepfner">Streitgespr&#228;ch mit US-Blog-Verlegerin Ariana Huffington</a>, vehement Bezahlinhalte auch f&#252;r ihre eigenen H&#228;user propagieren.</p>
<p>Auf den zweiten Blick f&#228;llt auf, dass Murdoch mit seinem Vorsto&#223; einen Paradigmenwechsel einleiten k&#246;nnte. Was passiert, wenn Microsoft Murdochs News Corp. daf&#252;r bezahlen w&#252;rde, die Inhalte mit der eigenen Suchmaschine Bing indizieren zu d&#252;rfen, der Medienkonzern Google aber ausgeschlossen w&#252;rde? Das k&#246;nnte Google in Bedr&#228;ngnis bringen &#8211; und zum Umdenken zwingen, schreibt <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/13/murdoch-google-bing-mexicanstandoff/">US-Blogger Michael Arrington, der eine These des Chefs der Suchmaschie Mahalo, Jason Calacanis, aufgreift</a> (<a href="http://www.buzzmachine.com/2009/11/15/nose-face-cut-spite-blocking-google/">Jeff Jarvis ist da anderer Meinung</a>). M&#246;glicherweise hat es schon <a href="http://eu.techcrunch.com/2009/11/13/badda-bing-microsoft-woos-newspapers-by-funding-their-stick-to-beat-google/">ein Treffen gro&#223;er Verlage mit Bing gegeben, um eine gemeinsame Aktion gegen Google vorzubereiten</a>. (Nachzulesen auch bei <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/11/14/verleger-planen-buendnis-gegen-google-und-fuer-microsoft.aspx">Holger Schmidt</a>.)</p>
<p>Einen ersten Hinweis auf einen m&#246;glichen Paradigmenwechsel im Suchmarkt (wir erinnern uns: Google indexiert, schaltet Werbung neben Suchergebnissen und leitet den Traffic weiter) haben j&#252;ngst die <a href="http://www.focus.de/digital/internet/suchmaschinen-twitter-nachrichten-in-echtzeit-bei-google-und-bing_aid_447077.html">Vereinbarungen von Twitter mit Google und Microsoft bzw. Bing</a> geliefert: Twitter wird den Suchmaschinen seine Inhalte zur Verf&#252;gung stellen, damit diese sie indizieren k&#246;nnen. Und vermutlich zahlen beide Konzerne daf&#252;r. Denn die Entwicklung zum Live-Web hat sie in j&#252;ngster Vergangenheit ein wenig alt aussehen lassen (alt hier im Sinn von 1998).</p>
<p><strong>Google zerfl&#228;ddert Journalismus</strong></p>
<p>Google tr&#228;gt einen erheblichen Anteil daran, dass Medien die Klammer um ihre Inhalte verlieren. Eine Zeitung ist eine solche Klammer um Inhalte (das neue &#8220;Handelsblatt&#8221; ist sogar geheftet), das macht den Charme dieses Produkts ja gerade aus. In der fr&#252;hen Phase der Entwicklung von Medien im Netz haben AOL und Yahoo ihr Gesch&#228;ftsmodell darauf aufgebaut, dem Nutzer einen Ort zu bauen, an dem er alles findet: seine Mails, seine Freunde, seine Nachrichten. Dieses Modell ist tot (AOL fast vergessen und Yahoo nicht eben in bester Verfassung), und das ist auch eine Folge der Googelisierung unserer Internetnutzung. In j&#252;ngster Zeit tragen auch Facebook und Twitter dazu bei.</p>
<p>FOCUS-Online-Chefredakteur Jochen Wegner hat diese Entwicklung vor einiger Zeit in einem <a href="http://in.focus.de/2008/12/interview-zu-nachrichtende-und-onlinejournalismus.html">Interview mit dem &#8220;Kress Report&#8221;</a> so zusammengefasst:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Die Online-Medien wechseln derzeit in einen neuen Aggregatzustand, sie sind nicht mehr in einer festen Klammer gebunden sondern werden gleichsam fl&#252;ssig &#8211; unsere Inhalte flie&#223;en in Einzelteilen durchs Netz, Medienmarken gewinnen damit als Absender eine ganz neue Bedeutung.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Das hat auch f&#252;r den Journalismus Konsequenzen: Es z&#228;hlt nicht mehr das Gesamtprodukt. In einer Zeitung kann ja auch mal ein schwacher Artikel stehen, der schadet nicht unmittelbar dem Gesamtprodukt. Im Netz m&#252;ssen Medien mit jedem St&#252;ck, das dort drau&#223;en weitergereicht wird oder &#252;ber Suchmaschinen zu finden ist, ihr Markenversprechen einl&#246;sen. </p>
<p><strong>Die Google-Informationsgesellschaft ist (auch) vorindustriell</strong></p>
<p>Wir lebten einst in einer hochspezialisierten Gesellschaft. F&#252;r jede Aufgabe gab es jemanden, der sie erledigte f&#252;r uns. Und wir bezahlten daf&#252;r. Wir haben das Reiseb&#252;ro daf&#252;r bezahlt, uns einen Urlaub zu buchen, den Buchh&#228;ndler, uns ein Buch zu bestellen &#8211; und den Zeitungsverlag daf&#252;r, uns Nachrichten und Reportagen zu b&#252;ndeln, auf Papier zu drucken und dieses zu unserem Briefkasten oder wenigstens unserem Kiosk zu transportieren. </p>
<p>Und heute? Ein Reiseb&#252;ro habe ich seit mehr als f&#252;nf Jahren nicht mehr betreten. Ferienh&#228;user findet Google f&#252;r mich, Flug und Mietwagen buche ich auch &#252;bers Netz. Auch wenn ich hin und wieder noch in eine Buchhandlung gehe &#8211; vor allem in die Kleine ein paar Stra&#223;en weiter, weil ich so kleine Buchhandlungen einfach mag -, der gr&#246;&#223;te Teil meines B&#252;cherbudgets landet bei Amazon. Seit Jahren. Mein Verh&#228;ltnis zu Zeitungen ist &#228;hnlich, wie das zu Buchhandlungen: Ich liebe sie, aber den gr&#246;&#223;ten Teil meines Medienbudgets (hier im Sinn von Aufmerksamkeit) schenke ich dem Netz. Twitter, Blogs und all den Dingen, die mein Google Reader f&#252;r mich zusammenh&#228;lt. RSS und nicht ein Verlag oder eine Redaktion ist die Klammer meiner kleinen Medienwelt.</p>
<p>Und deshalb ist das Google-Zeitalter auch vorindustriell: Wir machen wieder viel mehr selbst. Das geht sogar soweit, dass Handarbeit sich wieder lohnen kann. Mit dem Netz gibt es einen weltweiten Markt f&#252;r Nischenprodukte, die es niemals in die Regale von Ladengesch&#228;ften schaffen w&#252;rden.</p>
<p><strong>Google ist eine Chance f&#252;r Journalismus in der Nische</strong></p>
<p>Journalisten k&#246;nnen sich ihre Nische suchen und dort selbst Verleger werden. Das geht schon kostenlos bei einem Bloghoster; und selbst wenn es ein bisschen professioneller aussehen und selbstgehostet sein soll, bel&#228;uft sich die Investitionssumme auf weniger als 100 Euro im Jahr (die eigene Arbeitszeit, der Internetanschluss und das Netbook, das wir eh alle haben, nicht mitgerechnet). F&#252;r die Distribution der Inhalte sorgt Google. Und Twitter. Und Facebook. Refinanzierungsmodell: Werbung.</p>
<p>Wie das funktionieren kann, erkl&#228;rt zum Beispiel Sascha Pallenberg, der Macher von <a href="http://www.netbooknews.de/">netbooknews.de</a> in diesem Video:</p>
<p><embed src="http://blip.tv/play/ge9F_eZjAg%2Em4v" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="391" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></p>
<p>Dass das mit einem IT-Thema relativ einfach und mit Reportagen aus Nepal eher schwierig ist, ist einer der Haken, den die Sache noch hat. Doch was sollen wir machen. Google ist. Vor allem die deutschen Internetnutzer wollen fast nur Google. Die pessimistische Sicht lautet: Damit m&#252;ssen wir leben. Der Optimist denkt: Darauf kann ich aufbauen. Mir ist aufbauen lieber.</p>
<p>Hab ich was vergessen? Bestimmt.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://bjoern-sievers.de/2009/11/16/google-und-die-medien-ein-paar-gedanken-und-thesen/&amp;layout=standard&amp;show_faces=1&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font=" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:60px"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://bjoern-sievers.de/2009/11/16/google-und-die-medien-ein-paar-gedanken-und-thesen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

