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	<title>Björn Sievers &#187; Die Ökonomie</title>
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	<description>Journalist &#124; Dozent &#124; Radfahrer</description>
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		<title>Waschmaschinen zu Computern, Computer zu Waschmaschinen</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 17:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Damals, das ist schon ein bisschen l&#228;nger her, da bediente man eine Waschmaschine noch per Hand. Also zum Beispiel die R&#252;hrfl&#252;gelmaschine von Jacob Christian Gottlieb Sch&#228;ffern (1767) oder die erste Trommelwaschmaschine von Hamilton Smirt (1858). Irgendwann kam dann die Elektrizit&#228;t in die Maschine (1901) und die Dinger begannen sich von selbst zu drehen. Die erste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damals, das ist schon ein bisschen l&#228;nger her, da bediente man eine <strong>Waschmaschine</strong> noch per Hand. Also zum Beispiel die R&#252;hrfl&#252;gelmaschine von Jacob Christian Gottlieb Sch&#228;ffern (1767) oder die erste Trommelwaschmaschine von Hamilton Smirt (1858). Irgendwann kam dann die Elektrizit&#228;t in die Maschine (1901) und die Dinger begannen sich von selbst zu drehen. Die erste vollautomatische Waschmaschine (1946) war dann irgendwie ein logischer Schritt. Und seither waschen wir unsere Hemden und Hosen mit kleinen Computern. Die Maschinen spulen ihre Programme ab (die in meinem Haushalt nimmt diese noch von Lochstreifen und knackt dabei auf ihre ganze eigene Weise).</p>
<p>Mit der Waschmaschine ist es heute wie mit dem <strong>Auto </strong>der Jetztzeit: vollgestopft mit Elektronik. Und mit Software. In einschl&#228;gigen Foren in diesem Internet wurden deshalb auch schon <a href="http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/topic30068_f40_bxtopic_timexDESC_by285_bz8520_bs0.html">Eintr&#228;ge wie dieser gesichtet</a>: „Weiss jemand wie man die Software der Waschmaschine &#252;berpr&#252;fen kann, bzw. wie man sie updaten kann?“ Nein, wei&#223; ich leider nicht. Und ehrlich gesagt, w&#252;rde ich nicht versuchen. Beim Auto fiele mir das ja auch nicht ein. Ich will, dass es f&#228;hrt, wenn es soll, und vor allem will ich, dass es bremst, wenn ich will. Funktioniert die Elektrik im Auto mal nicht wie sie sollte, dann gibt es ein Riesengeschrei zu Recht.</p>
<p>Mit <strong>Computern</strong>, zumindest mit den Mehrheitsrechnern, war das jahrzehntelang anders. Ein gro&#223;er Softwarehersteller lie&#223; gerne mal die Beta-Version seines Betriebssystems auf die Verbraucher los. Die konnten sich (kaum) nicht wehren, wir hatten ja (kaum etwas) nichts anderes. Irgendwann ist den Damen und Herren zum Gl&#252;ck die Vista aufgegangen und jetzt geht es wohl einigerma&#223;en (ich h&#246;re hier und da, dass das Vor-Vorg&#228;nger-System aus dem Jahre Anno-Dazumal jetzt nach und nach aufs Altenteil geschoben wird).</p>
<p>Ja, wir haben gelitten. Aber es war trotzdem eine sch&#246;ne Zeit. Irgendwie. Die Bastelarbeiten haben uns schlie&#223;lich so manchen Abend davon abgehalten, uns vor dem Fernseher zu langweilen. Deshalb kann ich es ja verstehen, dass sich einige dort drau&#223;en jetzt beschweren, dass damit endg&#252;ltig Schluss sein soll. Schlie&#223;lich hat unser aller Steveness gerade das <strong>iPad </strong>vorgestellt, einen Kleincomputer, den meine ganzen Geek- und Nerd-Kumpels in diesem Twitter jetzt ihren Offline-Eltern schenken wollen. Warum? Weil er (sehr wahrscheinlich) funktioniert. Kein Kabelsalat, keine Tastatur, keine Maus – und keine Software, die seine Steveness nicht f&#252;r gut und w&#252;rdig befunden hat.</p>
<p>Das ist &#8211; im besten wie im schlechtesten Sinne – das Ende des Computers, wie wir ihn kannten. Wir waren es gewohnt, die <strong>Betriebssysteme</strong>, die nicht wirklich funktionierten, mit allerlei Programmen (heute sagt man Apps) zu f&#252;ttern, von denen viele auch nicht richtig funktionierten. All das soll vorbei sein. Und wahrscheinlich k&#246;nnen wir nicht mal etwas dagegen tun. Das ist umso &#228;rgerlicher, als dass die Masche, mit der seine Steveness uns auf seine Seite gelockt hat, nicht eben fair war.</p>
<p>Er gab uns das <strong>iPhone</strong>. Vom ersten Moment an war es so viel schicker, als all die Dinge, die sich die Ingenieure in Finnland und anderswo ausgedacht hatten. Dann &#246;ffnete er es sogar noch f&#252;r Entwickler. Seither sind die Apps das, was dereinst Klingelt&#246;ne waren. Nur viel, viel praktischer. Hier und da gab es zwar mal Einw&#252;rfe, seine Steveness geb&#228;rde sich sehr restriktiv an der Ladentheke und lasse nicht alles in den App-Store, was Mensch programmieren kann. Aber alles in allem gab es keine Grund sich zu beschweren. Mehr als das iPhone kann bis heute kein Taschencomputer.</p>
<p>Und jetzt kommt das iPad. Es sieht nicht nur aus wie ein zu gro&#223; geratenes iPhone. Es ist auch noch genauso verschlossen. Die ehemaligen Offline-Eltern werden nicht einfach mit Software aus dem Internet spielen k&#246;nnen auf ihrem Weihnachtsgeschenk. Alles, was sie nach Meinung seiner Steveness brauchen, finden sie im <strong>App-Store</strong>. Dem einen oder anderen schmeckt das nicht (zum Beispiel der <a href="http://www.fsf.org/news/ibad_launch">Free Software Fundation</a> aus politischen und Adobe aus wirtschaftlichen Gr&#252;nden). Ich kann das verstehen. Aber ist das schlimm?</p>
<p>Der App-Store f&#252;r das iPad hat den unsch&#228;tzbaren Vorteil, dass sich die ehemaligen Offline-Eltern der Geeks und Nerds einfach bedienen k&#246;nnen. Angst vor <strong>Viren und Trojanern</strong>? Quatsch! Abst&#252;rzende Programme? Kann sein. Macht aber vermutlich nichts. Und wird nicht von Dauer sein. Der iPad ist eine Waschmaschine mit Internetanschluss. Nichts f&#252;r Schrauber, weil zu komplex und vor allem zu verschlossen. Perfekt f&#252;r jeden, der einfach nur seine W&#228;sche waschen im Netz hin und her surfen will (ja, erst wenn alle auf  HTML5 umgesattelt haben, ich wei&#223;).</p>
<p>An dieser Stelle – und ich komme damit auch zum Schluss – betritt ein (nicht so furchtbar popul&#228;res) Konzept aus der Wirtschaftswissenschaft die B&#252;hne dieses Blogs: die <strong>Konsumentenethik</strong>. Die Idee ist mir zum ersten Mal 1998 begegnet, als ich das Vergn&#252;gen hatte, die Diplomarbeit meines lieben Freundes Kai kritisch zu w&#252;rdigen. Extrem verk&#252;rzt geht es darum, dass Konsumenten ja auch die Wirtschaft in der Hand haben, n&#228;mlich durch ihre Kaufentscheidungen. Voraussetzung: Man gibt ihnen ausreichend Informationen an die Hand, um m&#252;ndig und gern auch ethisch zu entscheiden).</p>
<p>Zum iPad &#8211; das ist ja das Sch&#246;ne an dieser Welt des &#220;berflusses &#8211; gibt es mehr als genug <strong>Informationen </strong>(und Meinungen) <a href="http://news.google.de/news?rlz=1C1CHMR_enDE341DE341&#038;sourceid=chrome&#038;q=ipad&#038;um=1&#038;ie=UTF-8&#038;sa=N&#038;hl=de&#038;tab=wn">da drau&#223;en</a>. Es wird eine Schwemme an Testberichten geben. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob das Ding gut (und ethisch) ist oder nicht. Wem das geschlossene System seiner Steveness nicht passt, der kann sich ja einfach einen richtigen Computer kaufen. Die wird es ja auch noch nach April 2010 geben, h&#246;rt man. Das gilt &#252;brigens auch f&#252;r den B2B-Bereich: Mal die Musikindustrie fragen wie es ist, wenn man verschl&#228;ft und pl&#246;tzlich feststellt, an Apple kommt keiner mehr vorbei.</p>
<p><em>Zum Schluss eine pers&#246;nliche Erkl&#228;rung:</em> Ich habe sie alle gehabt. DOS, Windows (in den Darreichungsformen 3.1, 95, 98, NT, 2000, XP, Vista (3 Tage) und 7), Linux (als Suse, Ubuntu und Moblin (drei Tage)), Mac OS (seit Tiger). Ich liebe Mac OS (privat und als Nutzer), ich liebe Linux (privat und politisch), ich lebe mit Windows (beruflich). Ach ja, ich liebe auch mein iPhone (beruflich und irgendwie auch privat).</p>
<p>(Die kleine Geschichte der Waschmaschine habe ich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waschmaschine#Geschichte_der_Waschmaschine">Wikibedia entliehen</a>.)</p>
<p><strong>Update: </strong>Martin macht sich dr&#252;ben auf <a href="http://oetting.posterous.com/meine-eltern-sollen-sich-in-unser-aller-web-v">seinem posterous</a> benachbarte Gedanken zu unserem und ihrem Web.</p>
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		<title>Google und die Medien &#8211; ein paar Gedanken und Thesen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 07:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag habe ich das Vergn&#252;gen, auf der DJV-Tagung &#8220;Besser Online&#8221; mit den Kollegen Albrecht Ude und Lars Reppesgaard sowie dem Suchmaschinenentwickler Wolfgang Sander-Beuermann &#252;ber Google und die Medien zu diskutieren. Der Titel des Er&#246;ffnungspodiums, das Peter Jebsen moderiert: &#8220;Google sei bei uns!?&#8221; Ich sammle dann an dieser Stelle schon mal ein paar steile Thesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag habe ich das Vergn&#252;gen, auf der <a href="http://rdn-online.de/besseronline/">DJV-Tagung &#8220;Besser Online&#8221;</a> mit den Kollegen <a href="http://www.ude.de/">Albrecht Ude</a> und <a href="http://www.druckreif-redaktion.de/lars_reppesgaard.htm">Lars Reppesgaard</a> sowie dem Suchmaschinenentwickler <a href="http://suma-ev.de/wsb/">Wolfgang Sander-Beuermann</a> &#252;ber Google und die Medien zu diskutieren. Der Titel des Er&#246;ffnungspodiums, das Peter Jebsen moderiert: <a href="http://rdn-online.de/besseronline/das-programm/">&#8220;Google sei bei uns!?&#8221;</a> Ich sammle dann an dieser Stelle schon mal ein paar <del datetime="2009-11-15T14:29:40+00:00">steile Thesen</del> Argumente.</p>
<p>Die Leitfrage des Panels &#8211; so steht es im Programm &#8211; lautet: &#8220;Ist die von dem Unternehmen (Google, Anm. des Bloggers) bereitgestellte Infrastruktur ein Segen f&#252;r Onliner oder sollte man Google mit Vorsicht genie&#223;en?&#8221; Also los.</p>
<p><strong>Google ist ein Segen f&#252;r Journalisten</strong></p>
<p>Der Journalist und der Internetnutzer in mir liebt Google. Die Suche ist toll, der E-Mail-Dienst un&#252;bertroffen, der Google Reader mein gelebter Traum seit Jahren, Google Docs immer wieder sehr praktisch. Alls in allem kann ich allein mit der Bookmarkverwaltung nichts anfangen, da gibt es mit Delicious wahrlich etwas besseres. Und Flickr hat Google mit Picasa bei weitem nicht erreicht. Ergo: F&#252;r vieles, was Journalisten so tun, ist Google praktisch. Die Suche ist ein unverzichtbares Instrument f&#252;r die Recherche.</p>
<p>Der B&#252;rger in mir ist gleichwohl besorgt. Denn Google sammelt sehr, sehr viele Daten. Und Google sitzt in den USA, meine Daten damit auch. Gleichzeitig ist die US-Regierung (noch st&#228;rker als die deutsche) in den vergangenen Jahren immer hungriger nach Daten geworden. Ziehe ich daraus Konsequenzen: nicht wirklich. Ich rede mir ein, dass ich ja von einem Tag auf den anderen die Finger von Google lassen k&#246;nnte, wohl wissend, dass mir das mit jedem Tag, an dem ich diese wundervollen Dienste nutze, schwerer fiele.</p>
<p><strong>Google ist ein Segen f&#252;r Online-Medien</strong></p>
<p>F&#252;r alle Produzenten von Internetinhalten (also nicht nur f&#252;r Journalisten) ist Google ein Traum. Dem durchschnittlichen deutschen Nachrichtenportal sp&#252;lt Google zwischen 30 und 60 Prozent der Zugriffe auf die Seite. W&#252;rden die Verlage und Sender Google nun ausschlie&#223;en (was mithilfe der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robots_Exclusion_Standard">robots.txt</a> auch ohne ausgefeiltere Programmierkenntnisse ziemlich einfach ist), ihre Portale w&#252;rden deutlich schrumpfen. Weniger Seitenabrufe bedeuten weniger ausgelieferte Werbung, bedeuten weniger Einnahmen, bedeuten weniger Geld f&#252;r Journalismus, bedeuten kleinere Redaktionen, bedeuten weniger Journalismus.</p>
<p>Und trotzdem f&#252;hren Medienmanager und Verleger eine rege Debatte &#252;ber Google. Die Argumentation: Google verdiene mit den Inhalten der Verlage Geld, weil neben den Suchergebnissen Werbung  angezeigt wird. Und in der Tat: Google ist eigentlich ein Werbekonzern, der einen ungesund gro&#223;en Teil des Online-Werbemarktes erobert hat. Einer der j&#252;ngeren Beitr&#228;ge zu diesem Thema kommt von einem Dinosaurier der Branche: Rupert Murdoch &#8211; das ist der 78-J&#228;hrige, der vom australischen Regionalverleger zum wohl wichtigsten Medienmenschen der Welt wurde und der sich vor einiger Zeit mit dem &#8220;Wall Street Journal&#8221; die renommierteste Wirtschaftszeitung mindestens der USA einverleibt hat &#8211; m&#246;chte Google ausschlie&#223;en, <a href="http://www.focus.de/digital/internet/paid-content-murdoch-will-google-ausschliessen_aid_452602.html">hat er vor ein paar Tagen gesagt</a>. </p>
<p>Das klingt &#8211; auf den ersten Blick &#8211; nach &#246;konomischer Selbstaufgabe und kommt doch nicht &#252;berraschend. Schlie&#223;lich ist Murdoch der Verleger, der mit dem &#8220;Wall Street Journal&#8221; ein &#8211; nach allem was man so h&#246;rt &#8211; erfolgreiches Paid-Content-Modell sein eigen nennt. Die Wirtschaftszeitung verdient im Internet mit journalistischen Inhalten Geld, und zwar weil die Leser f&#252;r die Inhalte bezahlen. Leute wie Mathias D&#246;pfner denken deshalb wohl an Murdoch, wenn sie, wie der Springer-Chef vor ein paar Tagen auf dem <a href="http://www.monacomediaforum.org/">&#8220;Monaco Media Forum&#8221;</a> im <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2009-11/springer-huffington-doepfner">Streitgespr&#228;ch mit US-Blog-Verlegerin Ariana Huffington</a>, vehement Bezahlinhalte auch f&#252;r ihre eigenen H&#228;user propagieren.</p>
<p>Auf den zweiten Blick f&#228;llt auf, dass Murdoch mit seinem Vorsto&#223; einen Paradigmenwechsel einleiten k&#246;nnte. Was passiert, wenn Microsoft Murdochs News Corp. daf&#252;r bezahlen w&#252;rde, die Inhalte mit der eigenen Suchmaschine Bing indizieren zu d&#252;rfen, der Medienkonzern Google aber ausgeschlossen w&#252;rde? Das k&#246;nnte Google in Bedr&#228;ngnis bringen &#8211; und zum Umdenken zwingen, schreibt <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/13/murdoch-google-bing-mexicanstandoff/">US-Blogger Michael Arrington, der eine These des Chefs der Suchmaschie Mahalo, Jason Calacanis, aufgreift</a> (<a href="http://www.buzzmachine.com/2009/11/15/nose-face-cut-spite-blocking-google/">Jeff Jarvis ist da anderer Meinung</a>). M&#246;glicherweise hat es schon <a href="http://eu.techcrunch.com/2009/11/13/badda-bing-microsoft-woos-newspapers-by-funding-their-stick-to-beat-google/">ein Treffen gro&#223;er Verlage mit Bing gegeben, um eine gemeinsame Aktion gegen Google vorzubereiten</a>. (Nachzulesen auch bei <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/11/14/verleger-planen-buendnis-gegen-google-und-fuer-microsoft.aspx">Holger Schmidt</a>.)</p>
<p>Einen ersten Hinweis auf einen m&#246;glichen Paradigmenwechsel im Suchmarkt (wir erinnern uns: Google indexiert, schaltet Werbung neben Suchergebnissen und leitet den Traffic weiter) haben j&#252;ngst die <a href="http://www.focus.de/digital/internet/suchmaschinen-twitter-nachrichten-in-echtzeit-bei-google-und-bing_aid_447077.html">Vereinbarungen von Twitter mit Google und Microsoft bzw. Bing</a> geliefert: Twitter wird den Suchmaschinen seine Inhalte zur Verf&#252;gung stellen, damit diese sie indizieren k&#246;nnen. Und vermutlich zahlen beide Konzerne daf&#252;r. Denn die Entwicklung zum Live-Web hat sie in j&#252;ngster Vergangenheit ein wenig alt aussehen lassen (alt hier im Sinn von 1998).</p>
<p><strong>Google zerfl&#228;ddert Journalismus</strong></p>
<p>Google tr&#228;gt einen erheblichen Anteil daran, dass Medien die Klammer um ihre Inhalte verlieren. Eine Zeitung ist eine solche Klammer um Inhalte (das neue &#8220;Handelsblatt&#8221; ist sogar geheftet), das macht den Charme dieses Produkts ja gerade aus. In der fr&#252;hen Phase der Entwicklung von Medien im Netz haben AOL und Yahoo ihr Gesch&#228;ftsmodell darauf aufgebaut, dem Nutzer einen Ort zu bauen, an dem er alles findet: seine Mails, seine Freunde, seine Nachrichten. Dieses Modell ist tot (AOL fast vergessen und Yahoo nicht eben in bester Verfassung), und das ist auch eine Folge der Googelisierung unserer Internetnutzung. In j&#252;ngster Zeit tragen auch Facebook und Twitter dazu bei.</p>
<p>FOCUS-Online-Chefredakteur Jochen Wegner hat diese Entwicklung vor einiger Zeit in einem <a href="http://in.focus.de/2008/12/interview-zu-nachrichtende-und-onlinejournalismus.html">Interview mit dem &#8220;Kress Report&#8221;</a> so zusammengefasst:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Die Online-Medien wechseln derzeit in einen neuen Aggregatzustand, sie sind nicht mehr in einer festen Klammer gebunden sondern werden gleichsam fl&#252;ssig &#8211; unsere Inhalte flie&#223;en in Einzelteilen durchs Netz, Medienmarken gewinnen damit als Absender eine ganz neue Bedeutung.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Das hat auch f&#252;r den Journalismus Konsequenzen: Es z&#228;hlt nicht mehr das Gesamtprodukt. In einer Zeitung kann ja auch mal ein schwacher Artikel stehen, der schadet nicht unmittelbar dem Gesamtprodukt. Im Netz m&#252;ssen Medien mit jedem St&#252;ck, das dort drau&#223;en weitergereicht wird oder &#252;ber Suchmaschinen zu finden ist, ihr Markenversprechen einl&#246;sen. </p>
<p><strong>Die Google-Informationsgesellschaft ist (auch) vorindustriell</strong></p>
<p>Wir lebten einst in einer hochspezialisierten Gesellschaft. F&#252;r jede Aufgabe gab es jemanden, der sie erledigte f&#252;r uns. Und wir bezahlten daf&#252;r. Wir haben das Reiseb&#252;ro daf&#252;r bezahlt, uns einen Urlaub zu buchen, den Buchh&#228;ndler, uns ein Buch zu bestellen &#8211; und den Zeitungsverlag daf&#252;r, uns Nachrichten und Reportagen zu b&#252;ndeln, auf Papier zu drucken und dieses zu unserem Briefkasten oder wenigstens unserem Kiosk zu transportieren. </p>
<p>Und heute? Ein Reiseb&#252;ro habe ich seit mehr als f&#252;nf Jahren nicht mehr betreten. Ferienh&#228;user findet Google f&#252;r mich, Flug und Mietwagen buche ich auch &#252;bers Netz. Auch wenn ich hin und wieder noch in eine Buchhandlung gehe &#8211; vor allem in die Kleine ein paar Stra&#223;en weiter, weil ich so kleine Buchhandlungen einfach mag -, der gr&#246;&#223;te Teil meines B&#252;cherbudgets landet bei Amazon. Seit Jahren. Mein Verh&#228;ltnis zu Zeitungen ist &#228;hnlich, wie das zu Buchhandlungen: Ich liebe sie, aber den gr&#246;&#223;ten Teil meines Medienbudgets (hier im Sinn von Aufmerksamkeit) schenke ich dem Netz. Twitter, Blogs und all den Dingen, die mein Google Reader f&#252;r mich zusammenh&#228;lt. RSS und nicht ein Verlag oder eine Redaktion ist die Klammer meiner kleinen Medienwelt.</p>
<p>Und deshalb ist das Google-Zeitalter auch vorindustriell: Wir machen wieder viel mehr selbst. Das geht sogar soweit, dass Handarbeit sich wieder lohnen kann. Mit dem Netz gibt es einen weltweiten Markt f&#252;r Nischenprodukte, die es niemals in die Regale von Ladengesch&#228;ften schaffen w&#252;rden.</p>
<p><strong>Google ist eine Chance f&#252;r Journalismus in der Nische</strong></p>
<p>Journalisten k&#246;nnen sich ihre Nische suchen und dort selbst Verleger werden. Das geht schon kostenlos bei einem Bloghoster; und selbst wenn es ein bisschen professioneller aussehen und selbstgehostet sein soll, bel&#228;uft sich die Investitionssumme auf weniger als 100 Euro im Jahr (die eigene Arbeitszeit, der Internetanschluss und das Netbook, das wir eh alle haben, nicht mitgerechnet). F&#252;r die Distribution der Inhalte sorgt Google. Und Twitter. Und Facebook. Refinanzierungsmodell: Werbung.</p>
<p>Wie das funktionieren kann, erkl&#228;rt zum Beispiel Sascha Pallenberg, der Macher von <a href="http://www.netbooknews.de/">netbooknews.de</a> in diesem Video:</p>
<p><embed src="http://blip.tv/play/ge9F_eZjAg%2Em4v" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="391" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></p>
<p>Dass das mit einem IT-Thema relativ einfach und mit Reportagen aus Nepal eher schwierig ist, ist einer der Haken, den die Sache noch hat. Doch was sollen wir machen. Google ist. Vor allem die deutschen Internetnutzer wollen fast nur Google. Die pessimistische Sicht lautet: Damit m&#252;ssen wir leben. Der Optimist denkt: Darauf kann ich aufbauen. Mir ist aufbauen lieber.</p>
<p>Hab ich was vergessen? Bestimmt.</p>
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		<title>Die Zukunft der Medien. Oder: Jeff Jarvis, kritisch gelesen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 18:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen gab es hier und dort (vor allem auf Twitter) einigen Applaus f&#252;r die Keynote von Jeff Jarvis auf den Medientagen (Jeff, sorry for writing in German, but I know you read quite well). Das ist erstaunlich (auch weil die Medientage schon ein Weilchen vorbei sind; zugleich erkl&#228;rbar, denn carta hat die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen Tagen gab es hier und dort (vor allem <a href="http://search.twitter.com/search?q=jarvis+medientage">auf Twitter</a>) einigen Applaus f&#252;r die Keynote von <a href="http://www.buzzmachine.com/about-me/">Jeff Jarvis</a> auf den Medientagen (Jeff, sorry for writing in German, but I know you read quite well). Das ist erstaunlich (auch weil die Medientage schon ein Weilchen vorbei sind; zugleich erkl&#228;rbar, denn <a href="http://carta.info/17734/jarvis-keynote-medientage/">carta hat die Keynote als Transkript ver&#246;ffentlicht</a>). Nicht weil Jarvis unter seinen M&#246;glichkeiten geblieben w&#228;re, im Gegenteil, er war wie immer pr&#228;gnant und provozierend. Nur hat er im Kern nichts Neues gesagt. Seine Thesen stehen in seinem <a href="http://www.buzzmachine.com/">Blog</a>, und er hat sie mit &#8220;What would Google do&#8221; zwischen zwei Buchdeckeln verewigt.</p>
<p>Wenn also das geneigte Netzpublikum &#8211; wieder einmal &#8211; applaudiert, was hei&#223;t das dann? Denkbar ist, dass Jarvis zwar geh&#246;rt, aber nicht verstanden wird. Da er jedes Mal brillant klingt, kann man immer erneut begeistert sein, ohne jedoch seine Erkenntnisse in den Medienalltag zu &#252;bertragen. Deshalb die Frage: Was sagt er denn eigentlich? Eine Interpretation.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;We had a content economy when we could obviously sell many copies of anything we created. Now we have a link economy, where there is the need for only one copy of anything online.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>In der analogen Welt konnten zum Beispiel Tageszeitungen es sich leisten, ihre &#220;berregionale Berichterstattung vor allem auf Agenturmaterial aufzubauen (viele tu das heute noch). Da der typische Leser nur eine Zeitung liest, f&#228;llt ihm nicht auf, dass &#252;berall (mehr oder weniger) die gleiche Nachrichtensuppe gereicht wird. </p>
<p>Im Netz sieht das dann so aus:</p>
<p><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/el1fbZSE0l9OiNoFz71CCw?feat=embedwebsite"><img src="http://lh4.ggpht.com/__-ax5O2XDa8/SvcC325Nm_I/AAAAAAAABtA/q2tExyesjZU/s400/Bildschirmfoto%202009-11-08%20um%2013.26.58.png" /></a></p>
<p>Jarvis und seine Link-&#214;konomie ist also noch nicht angekommen bei den Zeitungen bzw. deren Online-Ablegern. Sie machen im Netz weiter wie bisher. Google ist da anders, denn Google News erkennt &#8211; wie andere Aggregatoren auch &#8211; Inhalte, die es an vielen Orten im Netz gibt und sortiert diese aus den Ergebnislisten aus:</p>
<p><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/5S3OAqIGiQ9EdNaN9o3CJQ?feat=embedwebsite"><img src="http://lh5.ggpht.com/__-ax5O2XDa8/SvcC30O-QMI/AAAAAAAABtE/MbFg_9KNDG0/s400/Bildschirmfoto%202009-11-08%20um%2013.31.12.png" /></a></p>
<p>Denkt man die Link-&#214;konomie konsequent weiter, dann m&#252;ssten alle Online-Medien &#8211; als ersten Schritt &#8211; ihre dpa-Ticker abschalten und d&#252;rften Agenturmaterial allenfalls als Steinbruch f&#252;r Autorengeschichten verwenden. K&#252;rzungen oder K&#252;ndigungen der Agenturvertr&#228;gen w&#228;ren die Folge. Nachrichtenagenturen ginge ihr tradiertes Gesch&#228;ftsmodell verloren. Sie m&#252;ssten eigene Portale aufbauen und ihre Inhalte an den Endkunden verkaufen &#8211; gegen Geb&#252;hren oder Werbeeinblendung. Gemeinsam ist Autoren- und Agenturportalen ein Sch&#246;nheitsfehler: Es gibt kein Finanzierungsmodell. Der Werbekuchen jedenfalls d&#252;rfte zu klein sein. Und Bezahlinhalte funktionieren bisher nur bei Fachinformationen.</p>
<p>Mit den Bezahlschranken sind wir auch wieder bei Jarvis angekommen, der aus der Link-&#214;konomie ein paar Schl&#252;sse zieht, unter anderem diesen:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;The first is that you have to have your content open to the world. If you’re not searchable, you will not be found. So talk of going behind pay walls I think is dangerous because you potentially lose audience, you lose discovery. And you have unlimited competitors out there that will be free.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Die Botschaft ist eindeutig: Lass die Schranke herunter und Du bist tot. Ob das auch f&#252;r Inhalte auf dem Handy gilt? Ich vermute, dass das so ist. In Deutschland l&#228;uft die Diskussion allerdings in die entgegengesetzte Richtung (als Pars pro toto sei <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/hombach-fordert-paid-content-initiative_100022663.html">WAZ-Chef Bodo Hombach an dieser Stelle angef&#252;hrt</a>). </p>
<p>Die Notwendigkeit, die Nachrichtenticker abzuschalten, pr&#228;zisiert Jarvis mit seinem &#8211; fast schon zum Mantra gewordenen &#8211; Rat:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Do what you do best and link the rest.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Gemeint ist damit nichts anders als: radikale Spezialisierung. Brauchte in der analogen Medienwelt noch jede Zeitung Kinokritiken, so reichen heute ein paar Kinoportale aus. Und braucht es wirklich von 190 (so viele Verlage und Sender sind Gesellschafter der dpa) und mehr Medien Leitartikel oder Kommentare zur Politik in Berlin? Jeden Tag? In der Link-&#214;konomie reichen vermutlich ein paar Dutzend, um Pluralit&#228;t zu gew&#228;hrleisten. Denn es kann ja jeder, der will, seine Meinung ins Internet schreiben. In einer Link- und (wir kommen zum &#252;bern&#228;chsten Jarvis-Argument) Stream-&#214;konomie hat sogar jeder (fast) die gleiche Chance, Geh&#246;r zu finden. Gro&#223;e Medienmarken haben auf Twitter und Facebook kein Abo f&#252;r die Link-Verbreitung. In einer Stream-&#214;konomie wird jede Geschichte zur &#8220;Bild&#8221;-Zeitung, die sich ja auch jeden Tag am Kiosk aufs neue verkaufen muss (nur dass es in sozialen Medien nicht einmal die Gewohnheit gibt, jeden Tag Links von diesem oder jenem Medium zu verbreiten.</p>
<p>Ok, das klingt erst Mal aussichtslos. Doch das ist es nicht, sagt Jarvis. In den USA funktioniert auch jenseits der &#8220;Huffington Post&#8221; einiges, zum Beispiel lokale Berichterstattung:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;We found that hyperlocal sites, sites covering a small town – fifty thousand people – were bringing in between $ 100.000 and $ 200.000 advertising revenue.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Auch in Deutschland gibt es erste Versuche in diese Richtung, etwa Hardy Prothmann mit seinem <a href="http://heddesheimblog.de/">Heddesheimblog</a> und <a href="http://www.fussball-passau.de/">fussball-passau.de</a>. Ob sich diese Modelle tragen: offen.</p>
<p>Folgen wir Jarvis, dann ist das Heddesheimblog die Zukunft:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;(&#8230;) we have to rethink what we are as media companies and that is very hard, because the future is a bunch of very small companies. And we have used to be very big. And I am not sure if it’s possible to go from big to small. It’s very painful. There’s a lot of jobs lost in that process.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Zu sehen ist davon in Deutschland bisher kaum etwas. Nur eine handvoll Sites. Nun ja, und die Entlassungen bei der WAZ, die sind nat&#252;rlich schon real.</p>
<p>Als w&#228;re das alles noch nicht schlimm genug, die Medien haben noch ein weiteres Problem, sie &#228;chzen unter der ganzen neuen Konkurrenz:<br />
<blockquote><em>&#8220;I don’t know what the numbers are for sites in Germany, but in the U.S. most news sites get about 12 page views per user per month. That is criminally low. Facebook gets 12 page views per user per day.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Jarvis vergleicht damit nat&#252;rlich &#196;pfel und Birnen. In der analogen Welt hat ja auch keiner gefragt, wie viel Zeit die Menschen mit ihrer Zeitung und anderen Arten von Papier verbracht haben. Und dennoch ist es Teil des Problems. Denn wenn es Medien nicht schaffen, die Aufmerksamkeit der Menschen zu gewinnen, dann haben sie verloren. Wer grad bei Facebook chattet, der liest keine Nachrichten (also allenfalls die, auf die ihn gerade seine Freunde hinweisen).</p>
<p>Auch die Produktionsmethoden von Journalismus haben, folgt man Jarvis, ihr Verfallsdatum bereits &#252;berschritten. Als Grund nennt er die hohe Aufmerksamkeit, die Social-Media-Sites wie Facebook bekommen:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;We really are about process. Journalism and news is a process that doesn’t begin and that doesn’t end. When you think like that, I think you open up your world to collaboration.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Das klitzekleine Problem: Journalisten (die meisten jedenfalls) sind bisher als Einzelk&#228;mpfer bekannt. Allenfalls bei den wirklich gro&#223;en Medien entstehen Texte in Zusammenarbeit. Auch diese Teams sind jedoch noch sehr weit weg von der Zusammenarbeit, die Jarvis meint: Er sieht den ganzen Journalismus als Prozess. Journalisten machen in beta. Kaum vorstellbar. Im Perfektionsland Deutschland noch ein bisschen weniger. </p>
<p>So, das sind die Dinge, die mir in Jarvis Keynote aufgefallen sind. Alles in allem sind wir von der Vision des st&#228;ndigen Deutschlandreisenden Jeff Jarvis noch sehr weit entfernt. Und: Es ist nur eine Vision. F&#252;r die meisten Argumente fehlt der Beweis, dass die Mechanismen wirklich funktionieren, vor allem der &#246;konomische Beweis fehlt. Den wird uns die Geschichte liefern.</p>
<p>Das w&#228;re die ganze Keynote:</p>
<p><object width="400" height="300"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7471576&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7471576&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="400" height="300"></embed></object>
<p><a href="http://vimeo.com/7471576">Jeff Jarvis: &#8220;Google is not an enemy, Google is a model&#8221;</a> from <a href="http://vimeo.com/user1191984">Carta</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lustige Absatzspiele, heute: o2</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 14:41:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Absatz]]></category>
		<category><![CDATA[Bilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[o2]]></category>
		<category><![CDATA[Tarife]]></category>
		<category><![CDATA[Telefonmarketing]]></category>
		<category><![CDATA[Verkäufe]]></category>
		<category><![CDATA[Verträge]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ja so, ich bin Wirtschaftsjournalist. Ok, da kommt man nicht sofort drauf, weil das Thema meines Broterwerbs an diesem Ort nur hin und wieder durchscheint. Also mal ein Versuch. Objekt: o2, der Mobilfunkanbieter. Thema: Wie poliere ich meine Bilanz auf. Das Mobilfunkunternehmen o2 hat es nicht so leicht. Die Tochter des spanischen Ex-Monopolisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja so, ich bin Wirtschaftsjournalist. Ok, da kommt man nicht sofort drauf, weil das Thema meines Broterwerbs an diesem Ort nur hin und wieder durchscheint. Also mal ein Versuch. Objekt: o2, der Mobilfunkanbieter. Thema: Wie poliere ich meine Bilanz auf.</p>
<p>Das Mobilfunkunternehmen o2 hat es nicht so leicht. Die Tochter des spanischen Ex-Monopolisten Telefónica geh&#246;rt mit 15 Millionen Kunden (Stand 30.7.2009) zur Gruppe der kleineren Netzbetreiber (T-Mobile und Vodafone sind viel, viel gr&#246;&#223;er). W&#228;hrend nun E-Plus, der zweite kleine Netzbetreiber, das Rennen um einen m&#246;glichst guten Service wohl aufgegeben hat und sich seit geraumer Zeit versucht &#252;ber den Preis von der (gro&#223;en) Konkurrenz abzusetzen, spielt o2 immer noch mit. Das Unternehmen <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/mobilfunk-o2-vergibt-netzausbau-an-chinesischen-ausruester_aid_296711.html">hatte 2008 massive Investitionen ins eigene Netz angek&#252;ndigt</a>, vor allem um es fit zu machen f&#252;r schnelle Datentransfers (<a href="http://www.heise.de/newsticker/E-Plus-plant-EDGE-Ausbau-fuer-2009-Update--/meldung/120573">genau das tut E-Plus bisher nicht</a>). </p>
<p>Das kleine Problem des kleinen Anbieters ist die Betriebswirtschaft: o2 spielt in Sachen Technik mit den Gro&#223;en mit, hat aber nicht einmal halb so viele Kunden wie T-Mobile oder Vodafone. Das ist ung&#252;nstig, denn schlie&#223;lich kostet ein tolles o2-Netz ebenso viel wie ein tolles T-Mobile- oder Vodafone-Netz. F&#252;r o2 lautet die vermutlich bedeutendste Frage deshalb: Wie kriegen wir mehr Kunden.</p>
<p>Das geht zum Beispiel &#252;ber den Preis. Auf diesem Gebiet hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan, o2 hat seine ganze Tarifstruktur umgekrempelt &#8211; und spricht mit einem Tarif, bei dem die Kosten bei 60 Euro im Monat abgeriegelt werden (wobei dann nicht das Netz abgeklemmt, sondern die Rechnungsbetrag eingefroren wird) vor allem Vieltelefonierer an, die auch auf den Preis achten (m&#252;ssen). Anders formuliert: o2 wildert bei E-Plus.</p>
<p>Eine weitere M&#246;glichkeit, die Zahl der Kunden nach oben zu korrigieren, bieten die vorhandenen Kunden (der Mobilfunker &#8211; und nicht nur der &#8211; nennt diese Gruppe &#8220;Bestandskunden&#8221;): Menschen, die sowieso schon jeden Monat eine Rechnung bekommen, kann man einfach noch mehr Mobilfunk verkaufen. Und genau das macht o2 gerade.</p>
<p>Erst kam ein Brief (Marketing-Sprech: Mailing), in dem o2 mir anbot, ich k&#246;nnte doch noch eine (oder mehr?) weitere Mobilfunkkarten kaufen. Wobei &#8220;kaufen&#8221; nicht das richtige Verb ist, denn o2 wollte sie mir schicken, nur die Versandkosten von gerade einmal 3,90 Euro h&#228;tte ich bezahlen sollen. Daf&#252;r h&#228;tte ich noch eines dieser kleinen blauen K&#228;rtchen bekommen, das ich in eines der Handys h&#228;tte stecken k&#246;nnen, die in dieser Wohnung sicher noch irgendwo liegen. Und ich h&#228;tte telefonieren k&#246;nnen. 15 Cent pro Minute, bei 60 Euro w&#228;re Schluss. Oder ich h&#228;tte nicht telefonieren k&#246;nnen. Dann h&#228;tte ich auch nichts bezahlen m&#252;ssen. Karteileichen sind also eingebaut bei dem Angebot. Der vernunftbegabte Mensch in mir fragt sich: Was bringt das?</p>
<p>Nun nehme ich an, dass nicht nur ich einen solchen Brief erhalten habe, denn so pers&#246;nlich war die Ansprache dann doch nicht. Viele der anderen o2-Kunden scheinen allerdings reagiert zu haben wie ich: Brief ins Altpapier. Anders kann ich es mir nicht erkl&#228;ren, dass o2 jetzt noch einmal anrief, um mir das Angebot pers&#246;nlich zu unterbreiten. Und der vernunftbegabte Mensch in mir fragt sich wieder: Was bringt das? Und jetzt auch: Was das wohl kostet?</p>
<p>Erkl&#228;ren l&#228;sst sich die teure (und vermutlich sinnlose) Aktion mit der Bilanz und dem o2-Management. Das Mobilfunkunternehmen hat seit Mai einen neuen Chef. Der hei&#223;t <a href="http://www.focus.de/finanzen/finanz-news/telefonica-o2-ex-vodafone-manager-schuster-wird-neuer-chef_aid_398714.html">Rene Schuster</a> und war &#8211; so liest man &#8211; <a href="http://www.horizont.net/aktuell/leute/pages/protected/O2-Germany-Rene-Schuster-beerbt-Jaime-Smith--als-CEO_84335.html">&#8220;wesentlich an der Entwicklung des neuen Tarifs o2o beteiligt&#8221;</a>. Das ist nun zuf&#228;llig der Tarif, der mit viel Aufwand in den Markt und Bestandskunden aufs Auge gedr&#252;ckt wird.</p>
<p>Was folgt, ist typisch f&#252;r den Mobilfunk: Weil eben doch eine betr&#228;chtliche Zahl o2-Kunden alte Handys mit neuen Karten best&#252;cken wird, um sie dann doch wieder in der Schublade zu vergessen (oder das bisherige o2-Handy eben dorthin zu legen), werden wird alsbald eine Jubelmeldung aus M&#252;nchen lesen. Das Unternehmen wird uns mitteilen, das o2o ein voller Erfolg ist, weil Tausende Kunden den Tarif gew&#228;hlt haben. Au&#223;erdem wird o2 m&#228;chtig viele neue Kunden gewonnen haben (wie viele der neuen Karten unbenutzt in Schubladen liegen, untersucht ja niemand).</p>
<p>Also ich freu mich drauf. Vor allem weil ich dann gern w&#252;sste, was das gekostet hat. Was ich und die anderen 15 Millionen o2-Kunden bezahlen mussten, damit <del datetime="2009-08-10T13:34:36+00:00">Mobilfunkkarten in Schubladen verstauben</del> die Bilanz des neuen Chefs ordentlich gl&#228;nzt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fernsehen? Done!</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2009/07/26/fernsehen-done/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 17:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Matthew Robson]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Morgan Stanley]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade bei carta aufgelesen: Das Fernsehen bewegt sich sukzessive in die N&#228;he des Radios als anerkanntes Nebenbei-Medium. Werbespots werden bereits heute so produziert, dass ein „Schauen“ nicht mehr n&#246;tig ist. Den Zusehern wird in den Raum „hinterhergerufen“. Und mich gefragt: Ist es nicht noch viel verheerender? Wenn wir der Einzelmeinung von Matthew Robson glauben, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade bei <a href="http://carta.info/12322/die-apokalypse-der-klassischen-medienindustrie/">carta aufgelesen</a>:<em><br />
<blockquote>Das Fernsehen bewegt sich sukzessive in die N&#228;he des Radios als anerkanntes Nebenbei-Medium. Werbespots werden bereits heute so produziert, dass ein „Schauen“ nicht mehr n&#246;tig ist. Den Zusehern wird in den Raum „hinterhergerufen“.</p></blockquote>
<p></em></p>
<p>Und mich gefragt: Ist es nicht noch viel verheerender? Wenn wir der Einzelmeinung von <a href="http://www.guardian.co.uk/business/2009/jul/13/teenage-media-habits-morgan-stanley">Matthew Robson</a> glauben, der als <del datetime="2009-07-26T17:10:09+00:00">unterbezahlter Analyst</del> Praktikant seinem (tempor&#228;ren) Arbeitgeber Morgan Stanley zu einem Erweckungserlebnis verholfen hat, dann w&#228;chst eine Generation heran, die nur noch f&#252;r die Fu&#223;ball-WM (und die eine oder andere Serie) das einschaltet, was wir jahrzehntelang als Fernsehen bezeichnet haben. <em><br />
<blockquote>Most teenagers watch television, but usually there are points in the year where they watch more than average. This is due to programs coming on in seasons, so they will watch a particular show at a certain time for a number of weeks (as long as it lasts) but then they may watch no television for weeks after the program has ended.</p></blockquote>
<p></em></p>
<p>Die Werbung kann so viel rufen wie sie will, wenn der Fernseher wochenlang Staub ansetzt. </p>
<p>Was wirklich toll ist daran: Ich finde mich wieder bei dem jungen Herrn Robson &#8211; und f&#252;hle mich ebenfalls jung.</p>
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		<title>Microsofts Angst vor Chrome OS</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2009/07/14/microsofts-angst-vor-chrome-os/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 19:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Windows]]></category>
		<category><![CDATA[Windows 7]]></category>

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		<description><![CDATA[Microsoft, der Betriebssytem-Monopolist, hat offenbar Angst vor einem Neuling. Anders ist es kaum zu erkl&#228;ren, dass der Konzern den von Google angek&#252;ndigten Windows-Konkurrenten Chrome OS als l&#228;cherlich abtut. Wenn aber nun Microsoft Googles Bestrebungen tats&#228;chlich ernst nimmt, dann ist das gut. Denn dann bringt Google den Markt f&#252;r PC-Betriebssysteme, der bisher zu etwa 90 Prozent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Microsoft, der Betriebssytem-Monopolist, hat offenbar Angst vor einem Neuling. Anders ist es kaum zu erkl&#228;ren, dass der Konzern den von <a href="http://www.focus.de/digital/computer/betriebssysteme-microsoft-redet-google-chrome-os-klein_aid_416613.html">Google angek&#252;ndigten Windows-Konkurrenten Chrome OS als l&#228;cherlich abtut</a>. Wenn aber nun Microsoft Googles Bestrebungen tats&#228;chlich ernst nimmt, dann ist das gut. Denn dann bringt Google den Markt f&#252;r PC-Betriebssysteme, der bisher zu etwa 90 Prozent plus x aus Microsoft, ein bisschen Mac OS und noch weniger Linux besteht, tats&#228;chlich in Schwung. Also in einen Schwung, den er zuletzt vermutlich nach dem Flop von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/OS/2">OS/2</a> mitte der 1990er Jahre verloren hat (der Linux-Hype ein paar Jahre sp&#228;ter spielte sich ja vor allem auf den Covern von Computerzeitschriften und meinem Compaq-Notebook ab).</p>
<p>Erstaunlich an der Kommunikation von Microsoft ist aber nicht, dass der Konzern Chrome OS klein redet, obwohl das ein Jahr vor dem geplanten Marktstart ja noch gar nicht geht. Wirklich umgeworfen haben mich die Argumente, mit denen die Herrschaften aus Redmond, genauer Windows-Manager Bill Veghte, das neue Windows 7 anpreist:<br />
<blockquote><em>&#8220;Die Nachfrage nach Windows 7 unter den Microsoft-Kunden &#252;berfordere derzeit fast die Kapazit&#228;ten von Microsoft.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Welche Kapazit&#228;ten denn, bitte? Die Programmierer, die eben noch das erste Service Pack f&#252;rs Weihnachtsgesch&#228;ft zusammenschrauben (wobei Ausgabe 7 zum ersten Mal in der Windows-Geschichte ja <a href="http://www.focus.de/digital/computer/tid-13093/microsoft-windows-7-beta-der-vista-nachfolger-im-ausfuehrlichen-test_aid_362026.html">keine Beta-Version sein soll</a>), haben ja nicht mehr zu tun, nur weil viele Menschen auf den Nachfolger des Flops Windows Vista warten. Oder sind die Server, von denen eine Testversion schon jetzt geladen werden kann, dauerhaft &#252;berlastet und es gelingt dem gr&#246;&#223;ten Software-Hersteller der Welt nicht, ein paar Rechner zus&#228;tzlich aufzustellen? Oder hat Microsoft zu wenige Exemplare bei den DVD-Produzenten bestellt, weil ein Betriebssystem auch 2009 ja auf einem physischen Datentr&#228;ger ausgeliefert werden muss? Sieht ja sonst nicht &#8220;wertig&#8221; aus, und was aus dem Netz kommt kost&#8217; ja nix und is auch nix, wie wir wissen.</p>
<p>Weiter kommuniziert Microsoft:<br />
<blockquote><em>&#8220;Mehr als 80 Prozent der IT-Entscheider in Unternehmen planen nach Angaben von Veghte innerhalb von 36 Monaten auf die neue Plattform umzusteigen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Und? Ist das erstaunlich? Die meisten dieser armen IT-Manager machen seit acht Jahren mit Windows XP rum, weil sie es mit Vista nicht ausgehalten haben. Da gibt es vermutlich einen Rieseninvestitionsstau, der eigentlich ein Innovationsstau ist.</p>
<p>Windows, Mac OS, Linux. Mir ist es fast schon egal. L&#228;uft doch eh (fast) alles im Browser. Und da kommt der Schnellste auf dem Mac von Apple, unter Windows ist es Chrome (auch wenn Apple hier aufgeholt hat, doch Safari unter Win f&#252;hlt sich seltsam an). Also warum nicht auch Chrome OS? Mir ist nur eines wichtig: Konkurrenz. Und die kommt.</p>
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		<title>Digital = kostenlos</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2009/06/27/digital-kostenlos/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 20:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Anderson]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Botschaft von Chris Anderson ist eindeutig: Alles, was digital wird, wird auch kostenlos sein. Und wer sein digitales Produkt nicht kostenlos anbietet, der bekommt Konkurrenz von jemandem, der genau das tun wird. (In Minute zehn formuliert er eine leichte Einschr&#228;nkung: Alles Digitale wird es zumindest in einer kostenlosen Version geben.) Mehr zum &#8220;race to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Botschaft von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Anderson">Chris Anderson</a> ist eindeutig: Alles, was digital wird, wird auch kostenlos sein. Und wer sein digitales Produkt nicht kostenlos anbietet, der bekommt Konkurrenz von jemandem, der genau das tun wird. (In Minute zehn formuliert er eine leichte Einschr&#228;nkung: Alles Digitale wird es zumindest in einer kostenlosen Version geben.)</p>
<p><a href="http://www.longtail.com/the_long_tail/2009/06/my-free-speech-from-last-weeks-wired-business-conference.html">Mehr zum &#8220;race to the bottom&#8221;</a>:<object id="flashObj" width="404" height="436" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,47,0"><param name="movie" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/1813626064?isVid=1&#038;publisherID=1564549380" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashVars" value="videoId=26540473001&#038;playerID=1813626064&#038;domain=embed&#038;" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/1813626064?isVid=1&#038;publisherID=1564549380" bgcolor="#FFFFFF" flashVars="videoId=26540473001&#038;playerID=1813626064&#038;domain=embed&#038;" base="http://admin.brightcove.com" name="flashObj" width="404" height="436" seamlesstabbing="false" type="application/x-shockwave-flash" allowFullScreen="true" swLiveConnect="true" allowScriptAccess="always" pluginspage="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash"></embed></object></p>
<p>Ich freue mich auf das <a href="http://www.amazon.de/Free-International-Future-Radical-Price/dp/140131001X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&#038;s=books-intl-de&#038;qid=1246134426&#038;sr=8-2">Buch</a> (das es digital f&#252;r lau geben wird, weil die Grenzkosten dann ja null sind). Auch wenn Anderson dieser <a href="http://www.longtail.com/the_long_tail/2009/06/corrections-in-the-digital-editions-of-free.html">h&#228;ssliche Wikipedia-Fehler</a> unterlaufen ist.</p>
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		<title>Studie: Journalismus und Blogs erg&#228;nzen sich</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2009/05/10/studie-journalismus-und-blogs-erganzen-sich/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 07:20:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
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		<description><![CDATA[Angesichts einer zuweilen etwas hitzig gef&#252;hrten Debatte &#252;ber Journalismus, Medien und das Internet, in der nicht jeder Beitrag durch vollendete Sachkenntnis gl&#228;nzt, tut es gut, wenn sich mal jemand so richtig intensiv mit dem Thema besch&#228;ftigt &#8211; und zu erstaunlichen Ergebnissen kommt. Im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts &#8220;Journalismus im Internet: Zwischen Profession, Partizipation und Technik&#8221; (Zusammenfassung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts einer <a href="http://blogsearch.google.de/blogsearch?hl=de&#038;ie=UTF-8&#038;q=%22susanne+gaschke%22+internet&#038;btnG=Blogs+durchsuchen&#038;lr=">zuweilen etwas hitzig gef&#252;hrten</a> <a href="http://technorati.com/search/%22susanne+gaschke%22+internet?language=n">Debatte &#252;ber Journalismus, Medien und das Internet</a>, in der nicht jeder Beitrag durch vollendete Sachkenntnis gl&#228;nzt, tut es gut, wenn sich mal jemand so richtig intensiv mit dem Thema besch&#228;ftigt &#8211; und zu erstaunlichen Ergebnissen kommt. </p>
<p>Im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts &#8220;Journalismus im Internet: Zwischen Profession, Partizipation und Technik&#8221; (Zusammenfassung in der Ausgabe 4/2009 von “Media Perspektiven” als <a href="http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/04-2009_Neuberger.pdf">PDF</a>, 160 KB, <a href="http://www.onlinejournalismus.de/2009/05/09/umfangreiche-studie-zum-online-journalismus/">via</a>) haben die Studienautoren Christoph Neuberger, Christian Nuernbergk und Melanie Rischke Macher journalistischer Angebote im Netz befragt. Ber&#252;cksichtigt haben sie dabei nicht allein die Netzableger traditioneller Medien, sondern auch ein paar Blogger. </p>
<p>F&#252;r den Aufwand, den die Autoren getrieben haben, erscheinen die Ergebnisse so: naheliegend. Die Studie gelangt zu dem Schluss,<br />
<blockquote><em>&#8220;dass zwischen dem professionellen Journalismus sowie den partizipativen und technischen Angeboten im Internet vor allem eine vielschichtige komplement&#228;re Beziehung besteht, weniger ein Konkurrenzverh&#228;ltnis. Weblogs, Nutzerplattformen und (Nachrichten-)Suchmaschinen sind f&#252;r die journalistische Recherche wichtig geworden. Dar&#252;ber hinaus findet in partizipativen Angeboten die Anschlusskommunikation des Publikums der Massenmedien statt. Auch durch die wechselseitige Thematisierung und Kommentierung beeinflussen sich journalistisch-professionelle und partizipative Angebote.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Anders formuliert: Der gemeine Nutzer/Leser diskutiert einfach mit und erg&#228;nzt. Das macht er nicht allein in Kommentaren, sondern im eigenen Blog und wer wei&#223; wo noch &#252;berall.</p>
<p>Dieses Partizipationsdings spielt sich nicht nur im Bereich von Medien und Journalismus ab, stellen die Autoren fest:<br />
<blockquote><em>&#8220;&#196;hnliche Auswirkungen der Partizipation am neuen Netzwerkmedium lassen sich auch in anderen Bereichen der &#214;ffentlichkeit beobachten: Die kollaborative Produktion, Vervielf&#228;ltigung und Verbreitung von Informationsg&#252;tern aller Art (Bildung, Beratung, Unterhaltung, Kunst, Software) durch unbezahlte Laien ist im und durch das Internet zu einem verbreiteten Ph&#228;nomen geworden.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es f&#252;r diese Erkenntnisse eine Studie gebraucht h&#228;tte. Ein bisschen Surfen h&#228;tte auch gereicht. M&#246;glicherweise. Aber vielleicht tr&#228;gt eine von der DFG finanzierte Untersuchung dazu bei, die Debatte zu versachlichen. Denn eine Studie ist eine Studie und eben kein Geschw&#228;tz von Internetverstehern.</p>
<p>Und noch ein Ergebnis liegt auf der Hand &#8211; und sollte doch Anlass zum Nachdenken geben:<br />
<blockquote><em>&#8220;Die eigentliche Bedrohung des Internets f&#252;r den professionellen Journalismus besteht nicht auf dem Publikums-, sondern auf dem Werbemarkt: Neue Werbetr&#228;ger im Internet stellen die Querfinanzierung des Journalismus durch Werbeerl&#246;se infrage.&#8221;</p></blockquote>
<p></em></p>
<p>Wie w&#228;re es denn, wenn wir (Journalisten) einfach mal anfangen, an einem Strang zu ziehen. Denn, finden sich keine Gesch&#228;ftsmodelle jenseits des unsteten Werbemarkts, die Journalismus nachhaltig finanzieren, k&#246;nnten wir alle noch zu Bloggern werden.</p>
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		<title>Nokias Angst vor der Kostenloskultur</title>
		<link>http://bjoern-sievers.de/2009/05/03/nokias-angst-vor-der-kostenloskultur/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 21:09:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Der Nutzer]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ökonomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Nokia]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Mobilfunk ist nicht das Internet. W&#228;hrend im Internet einem popul&#228;ren Glauben zufolge alles kostenlos zu haben ist (weshalb ich mich jedes Mal wundere, wenn Amazon Geld von mir haben m&#246;chte), hat der geneigte Mobilfunkkunde gelernt, einmal im Monat sein Saldo glatt zu stellen (oder hin und wieder seine Prepaid-Karte mit Guthaben zu bedenken). Telefonieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mobilfunk ist nicht das Internet. W&#228;hrend im Internet einem popul&#228;ren Glauben zufolge alles kostenlos zu haben ist (weshalb ich mich jedes Mal wundere, wenn Amazon Geld von mir haben m&#246;chte), hat der geneigte Mobilfunkkunde gelernt, einmal im Monat sein Saldo glatt zu stellen (oder hin und wieder seine Prepaid-Karte mit Guthaben zu bedenken). Telefonieren mit dem Handy kostet nunmal Geld. SMS versenden auch. Und im Internet surfen erst recht. (Der Einfachheit halber erw&#228;hne ich lieber nicht, dass das Surfen mit dem Computer auch Geld kostet; das w&#252;rde nur die Argumentation st&#246;ren.)</p>
<p>Mit ihren klassischen Erl&#246;sstr&#246;men haben die Mobilfunkanbieter seit einiger Zeit ihre liebe Not. Zwar telefonieren die Menschen immer mehr. Doch die Minute Plauderei ohne Kabel ist immer billiger zu haben. Low cost und Flatrate soweit das Auge reicht. Und selbst die einstmals mehr als Apotheken teure Daten&#252;bertragung kann sich inzwischen fast jeder leisten. Da ist es verst&#228;ndlich, dass die Unternehmen von neuen Erl&#246;swelten tr&#228;umen. Tu ich auch. Manchmal.</p>
<p>Einer dieser Tr&#228;ume handelt von: Inhalten. Also Dingen, die das Internet heute schon bietet &#8211; Musik, Kartendienste, Medien &#8211; nur eben auf dem Handydisplay. Daf&#252;r sollen die Nutzer doch bitte in die Tasche greifen, <a href="http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/:Konkurrenzkampf-im-Web-Nokia-hechelt-Apple-hinterher/508655.html?nv=cd-topnews">sagt zum Beispiel Nokia-Vorstand Tero Ojanper&#228; der &#8220;Financial Times Deutschland&#8221;</a>:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Die Herausforderung f&#252;r uns ist nicht Apple, sondern ein Handykunde, der kein Geld f&#252;r mobile Inhalte ausgibt.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Aha, ich dachte immer, Nokia verkauft Handys und Schluss. Und mit den Mobilfunkpreisen haben die doch auch nichts zu tun, oder? </p>
<p>Nein, Nokia verkauft nicht mehr nur Handys, die Finnen basteln seit einiger Zeit an <a href="http://www.ovi.com/services/">Ovi</a>, einer &#8220;T&#252;r&#8221; zu allerlei mobilen Inhalten. Und f&#252;r die soll der Nokia-Kunde bitte zahlen. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Preise. Zwar rechnet er keine Mobilfunkminuten ab, f&#252;r die er immer weniger verlangen kann. Doch der harte Wettbewerb zwischen den Handyherstellern f&#252;hrt dazu, dass Handys immer billiger werden. Pro verkauftem Handy flie&#223;t weniger Geld (kennen wir aus dem Internet, Verzeihung von den Computern).</p>
<p>Auch wenn es Ojanper&#228; gern anders h&#228;tte: Mit dem Modell hechelt Nokia nat&#252;rlich Apple hinterher. Denn das Unternehmen formerly known as kleiner Computerhersteller ist ja nicht nur mit iTunes schon heftig im Musikgesch&#228;ft unterwegs, sondern mit dem iPhone seit einiger Zeit auch im Verkauf von Software f&#252;rs Handy. Doch kann diese Rechnung aufgehen f&#252;r Nokia? Ich wei&#223; es nicht, aber ich wage mal eine Prognose: nein, kann sie nicht.</p>
<p>Bei Apple funktioniert die Nummer mit dem (relativ) geschlossenen &#214;kosystem. Wer sich einen iPod kauf, kann nur per iTunes Musik draufspielen. Besitzer eines iPhones kaufen Software bei Apple. Der Konzern aus Kalifornien schafft es, seine Produkte mit soviel Kult, Lifestyle oder Must-have-Faktor aufzuladen, dass die Kunden die Kr&#246;te propriet&#228;res System schlucken. (Gleichzeitig ist das System Apple gerade eben noch so offen, dass es ertr&#228;glich ist, denn ich kann ja auch die Musik von gekauften CDs auf den iPod spielen.)</p>
<p>Auch Nokia mag eine anh&#228;ngliche Kundenschar haben. Doch Nokia bedient den Massenmarkt. Viele der Kunden geraten vermutlich nur zuf&#228;llig an ein Nokia-Handy, etwa weil es gerade billig zu haben ist. W&#252;rden diese Kunden sich das Handy, zu dem sie keine besondere Beziehung haben, mit Inhalten vollpumpen, die Geld kosten? Nein, vermute ich, w&#252;rden sie nicht.</p>
<p>Der Mobilfunk ist nicht das Internet. Das bedeutet vor allem, dass jeder sein eigenes S&#252;ppchen kocht. Im Netz ist es ziemlich egal, ob ich mit einem PC, Mac oder einem Linux-Rechner (ich hatte sie alle) unterwegs bin. Ich muss mich immer nur daran gew&#246;hnen, dass Programme unterschiedliche Namen tragen. Die Funktionen sind immer mehr oder weniger gleich (nur der Komfort nicht). Verschlossene T&#252;ren gibt es (so gut wie) nicht. </p>
<p>Und jetzt stelle ich mir gerade vor, ich habe mein Nokia-Handy mit Software, Musik und was wei&#223; ich noch vollgeladen, es geht kaputt (alle Handys gehen irgendwann kaputt). Entweder ich kaufe mir wieder ein Nokia oder alles ist futsch!? Ich bin mir nicht sicher, ob Nokia seine Marktmacht da nicht ein klein wenig &#252;bersch&#228;tzt.</p>
<p>Was der Mobilfunk eigentlich braucht, sind einheitliche Standards. Nokia hat es dereinst (zusammen mit anderen) mit dem Symbian-Betriebssystem versucht. Microsoft w&#252;rde seit vielen, vielen Jahren gerne Windows auf jedem Handy sehen. Und jetzt hat Google den Markt f&#252;r sich entdeckt und k&#246;nnte sich mit <a href="http://www.android.com/">Android</a> ganz sch&#246;n breit machen. Warum haben die Handyhersteller (und Microsoft) diesen Platz im Markt gelassen? Weil sie ihn mit ihren S&#252;ppchen erst geschaffen haben. K&#246;nnte also sein, dass auch auf Handys nur zwei Betriebssysteme (Verzeihung, Linus) &#252;brig bleiben: Android und Mac OS.</p>
<p>Eigentlich Zeit, den Herd auszuschalten, die Suppe Suppe sein zu lassen und endlich an die Kunden zu denken, oder? Aber der Mobilfunk ist ja nicht das Internet &#8230; und selbst da werden bekanntlich Suppen und S&#252;ppchen gekocht.</p>
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		<title>Businessmodelle f&#252;r Journalismus</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 12:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Sievers</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Jeff Jarvis schreibt: &#8220;Any business model is just a list of assumptions and ranges.&#8221; Dann hei&#223;t das faktisch: F&#252;r ein Gesch&#228;ftsmodell braucht man nicht nur Argumente, man muss es auch verkaufen k&#246;nnen. Und das ist vielleicht noch wichtiger. Eigentlich klar. Und doch auch be&#228;ngstigend. Jarvis geht es &#252;brigens um Gesch&#228;ftsmodelle f&#252;r Journalismus. Schon seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Jeff Jarvis schreibt:<em><br />
<blockquote>&#8220;Any business model is just a list of assumptions and ranges.&#8221;</p></blockquote>
<p></em></p>
<p>Dann hei&#223;t das faktisch: F&#252;r ein Gesch&#228;ftsmodell braucht man nicht nur Argumente, man muss es auch verkaufen k&#246;nnen. Und das ist vielleicht noch wichtiger. Eigentlich klar. Und doch auch be&#228;ngstigend.</p>
<p>Jarvis geht es &#252;brigens um Gesch&#228;ftsmodelle f&#252;r Journalismus. Schon seit Monaten sucht er nach Zahlen zu Bezahlmodellen (<a href="http://www.buzzmachine.com/2009/02/23/guardian-column-whack-a-mole-with-micropayments/">an die er bisher nicht glaubt</a>). Jetzt gibt es ein Projekt an der <a href="http://www.journalism.cuny.edu/">CUNY Graduate School of Journalism</a>, wo Jarvis unterrichtet. Bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.</p>
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