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Wie Google Instant SEO verändert (oder killt)

Google Instant ist eine tolle Sache: für die Nutzer. Schließlich erhalten sie schon beim Eintippen ihrer Anfrage nicht nur Vorschläge, wie sie die Suche verfeinern können (das geht ja schon seit einem Weilchen mit Google Suggest). Ab jetzt liefert Google schon beim Tippen Suchergebnisse. Ab dem ersten Buchstaben. Und mit jedem Buchstaben eine neue Liste. Der Konzern verspricht eine deutliche Beschleunigung von Suchen – und hat damit sicher Recht. Einwortsuchen? Vergangenheit! Deshalb ist Instant toll. Für die Nutzer.

Google Instant ist die Pest: für Suchmaschinenoptimierer. Steve Rubel wird da sehr deutlich: “Google Instant Makes SEO Irrelevant”. Mit Instant sieht jeder Google-Nutzer (endgültig) ein anderes Internet. Denn Google sucht nicht nur während der Nutzer tippt, sondern versucht auch zu erraten, was er tatsächlich finden will. Hier und jetzt bedeutet das für mich: Die Eingabe des Buchstabens “w” liefert mir unmittelbar das Wetter von München – weil ich gerade in München sitze. Meine Suchanfragen werden dadurch automatisch genauer. Bei einem bestimmten Suchwort auf der ersten Ergebnisseite gelistet zu sein, ist kaum noch etwas wert (die zweite Seite nutzlos). Denn die Einwortsuche ist: Vergangenheit.

Die Computerwoche mault schon:

Und Google erreicht noch etwas mit Instant: Das Unternehmen stärkt die eigene Homepage. Denn Instant funktioniert nur dort und nicht im Suchfeld des Browsers (bisher nicht einmal in Chrome). Will ich den Komfort, gehe ich also künftig auf die Homepage (zumindest ich war da in den vergangenen Jahren nur hin und wieder und meistens aus Versehen).