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Medien? Done! Einige zumindest.

Chris Anderson ist der Mann, der den Long Tail erfand, und er ist der Autor von „Free“, einem Buch das beschreibt, wie kostenlos als Geschäftsmodell funktionieren kann (die Basics gibt es hier). Außerdem er ist Chefredaketeur eines Holzmediums: des Zukunftsmagazins „Wired“ (von dem es auch eine Internetversion gibt, mit Inhalten, die für den Nutzer kostenlos sind). Als Autor und Redakteur produziert er also eine Menge Gedrucktes. Ansonsten sind seine Ansichten … manche würden sagen radikal … andere halten realistisch für das richtige Adjektiv.

In einem „Spiegel“-Interview erklärt Anderson die Begriffe „Medien“, „Journalismus“ und „Nachrichten“ für tot:

„I don’t use the word journalism. (…) Sorry, I don’t use the word media. I don’t use the word news. I don’t think that those words mean anything anymore.“

Und Anderson sagt, wie er sich informiert. Zeitungen spielen da keine Rolle. Auf die Frage, die Neuigkeiten ihn errreichen sagt er:

„It comes to me in many ways: via Twitter, it shows up in my inbox, it shows up in my RSS feed, through conversations. I don’t go out looking for it.“

Wenn man das nicht für totalen Quatsch hält, dann muss man zu der Erkenntnis gelangen, dass wir erst ganz am Anfang eines sehr, sehr umfassenden Medienwandels stehen. Unweigerlich muss man eben genau dorthin gelangen.

Bei mir hat sich Twitter vor einigen Monaten vor den RSS-Reader geschoben. Und der stand lange auf der Eins. Ups.